Unznlänglichk, d. statistischen Methode f. d, Erkenntnis gewerbl. Entwickelung. ZZ1
der dritte hat eine Badeanstalt eingerichtet. Soweit sie noch mahlen,haben sie wie die beiden Windmühlen noch etwas Lohnmüllerei<Roggen); hauptsächlich benutzen sie aber ihre Mahlgänge zumSchroten des Getreides (für Futterzwecke). Ihre wichtigste Ein-nahme beziehen die Windinüller aus dem Detailverkauf von frem-dem Mehl". Oder welches wäre der Wert einer Handwerkerstatistikdes badischen Dorfes Nöttingeu-Darmsbach — hier wird immerschon angenommen, die allgemeine Statistik sei örtlich und beruflichso verfeinert, daß sie in die Details einzudringen vermöchte, was,wie schon gerügt wurde, nicht der Fall ist — die also lautet: esbefanden sich am Ort: 5 Schneider, 6 Schuster, 1 Metzger, 4 Zimmer-leute, 1 Glaser, 4 Tischler, 1 Anstreicher, 4 Schmiede, 3 Wagner,1 Holzdreher, 1 Sattler, 1 Korbmacher, 3 Böttcher, 2 Müller, weilnein Ortskundiger folgende Erläuterungen zu diesen Ziffern gibt:3 Schneider müssen nach Neujahr und Pfingsten wochenlang feiern;10 gelernte Schuster haben ihr Geschäft einstellen müssen, von fünfhaben nur zwei das ganze Jahr Beschäftigung; von den 4 Zimmer-leuten haben einer 15—20, der andere 60 Tage, der dritte undvierte je 120—130 Tage im Jahre zn tun; das Geschäft desGlasers steht im Winter fast ganz still; von den Tischlern sindzwei kaum die Hälfte des Jahres im Handwerk beschäftigt; derAnstreicher hat uur 8 Monate im Jahre Arbeit; zwei von denSchmieden müssen die Hälfte des Jahres hindurch feiern; von den3 Wagnern verdient Nr. 1 ^- 100 Mark, Nr. 2 2—300 Mark,Nr. 3 ^ 5—600 Mark im Jahr; der Holzdreher findet nicht ge-nügend Beschäftigung, der Sattler nur während ^/g des Jahres:der Korbmacher ist weggezogen, weil er nicht genügende Beschäfti-gung fand; die Böttcher sind nur etliche Wachen im Jahre mit derBöttcherei beschäftigt und die Müller haben des Jahres nur inder Hälfte der Woche zu mahlen. Offenbar: unter solchen Ver-hältnissen gibt eine Berufs- und Betriebsstatistik nicht nur keinenbrauchbaren Aufschluß, sondern muß in höchst bedenklichem Maßeirrige Vorstellungen erwecken. Nun ist aber eine solche Nicht-ansübung des Berufes, wie sie in unseren Beispielen zum Ausdruckkommt, keineswegs eine vereinzelte Erscheinung, die der Statistikeretwa übersehen dürfte. Vielmehr bildet sie eine wiederkehrende