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das menschliche Denken einschliesst. Unabweisbar ist dannjener Relativismus, der bei Marx und Engels desöfteren zutage tritt. Ihr theoretischer Relativismus lehntsich an die dialektische Methode Hegels: „Sie weist vonallem und an allem die Vergänglichkeit auf; nichts bestehtvor ihr als der ununterbrochene Prozess des Werdens undVergehens 32 .“ Die Dinge verändern sich; die Begriffeverändern sich; deswegen soll man bei Marx, sagt Engels,nicht einmal feste Begriffe suchen. Hier berühren sichMarx und Engels mit dem modernen Historismus, welcheralle Werte hinwegnivelliert und jede eigene Weltanschauungzerstört. Hinsichtlich des Handelns erklärt bereits Feuer-bach: „Folge unverzagt deinen Trieben und Neigungen,aber allen 38 .“ Stirner, der folgerichtigste, bezeichnet dassinnlich Subjektive als das allein Wirkliche, alle Allgemein-gültigkeit als Illusion.
Aber wenn Marx eine sehr viel erheblichere Bedeutungals Stirner erlangt hat, so liegt dies an seiner gross-artigen Inkonsequenz. Marx will; er will nicht nur fürsich; er will der Welt seine Empörung aufzwingen. Des-wegen bejaht er Materialismus und soziale Revolution —aber er bejaht sie ohne Erkenntnistheorie und ohne wissen-schaftliche Ethik. Zwei gewaltige Widersprüche sprengendamit die Grundfesten seines Gebäudes.
a) Um seinen Materialismus zu stützen, greift Marx zum Sensualismus der englisch -französischen Aufklärung.Ist für Hegel der Denkprozess der Demiurg des Wirk-lichen, so ist für Marx das Ideelle nichts anderes als das„im Menschenkopf umgesetzte und übersetzte“ „Abbild“des Materiellen 34 . Die Aussenwelt „spiegelt sich“ in Ge-danken und Willensbestimmungen: metaphysischerEmpirismus. Das Wesen der Welt ist dem Denkenprinzipiell zugänglich: Intellektualismus. Bekanntlichist dieser Standpunkt durch die Einsicht Kants endgültigwiderlegt, wonach alle Erkenntnis nur die Welt derErscheinung betrifft, deren Dasein vom erkennenden