Steuern zum Besten der Union werden folgen, und in derSklavenemanzipation wird sich zum erstenmale die Stimmeder Majorität absolute Geltung verschaffen. Wo aber dieLänder nicht über die Staaten-Parlamente hinausgehen, daweichen sie von ihnen zurück. Irland und Sizilien wollenihre besondere Vertretung. Nun aber erst denke man nachüber die Beschaffenheit eines Kongresses, welcher 38 souve-räne Staaten, deren jeder selbst wieder in ein dynastischesund ein volkstümliches Interesse gespalten ist, im Ganzen76 selbständige Gewalten, unter einen Hut bringen soll.Das Problem ist kaum geringer, als die Organisation derArbeit in Frankreich , und bis jetzt weiß kein Mensch recht,was da kommen soll. Nur eines sühlen Alle, das deutscheParlament soll der Anfang und der Ersatz für den deutschenStaat sein. Je mehr es die Souveränetät der Landes-herren in sich verschlingt, desto vollkommener wird es seinemBegriffe entsprechen.
Sollte es nicht möglich sein, diesen Erfolg von vorn-herein zu sichern? In vielen deutschen Ländern bereits hatsich die Stimme des Volks nm Aushebung der ersten Kammererhoben. Diese Stimme wird Gehör finden. Und warumwill man bei dem deutschen Parlamente mit dem anfangen,was jeder daheim verwirft? Warum ein Zweikammer-system? Warum ein besonderes Kollegium der Fürsten ?Hunderte der angesehensten Männer werden demnächst inFrankfurt zusammenkommen, über die Nationalrepräsen-tation zu beratschlagen. Wenn sie dann einstimmig aus-sprechen, daß dieser Kongreß rein aus Deputirteu der Nationzusammengesetzt, daß ihm die Entscheidung über die wichtig-sten Gesammtinteressen ausschließlich in die Hand gelegt wer-den müsse, wer wird dieser Stimme widerstehen? Viel-leicht stehen wir am Vorabend einer zweiten friedlichenRevolution!