beschriebene Weise entweder in der Plenarsitzung tagte oderLappalien besorgte. Als ich ihm einmal sagte, er müssewenigstens zwanzig Leute beschäftigen, sah er mich an,gleich als hielte er mich für plötzlich toll geworden. Warumgerade Hepp zum Finanzier ausersehen wurde, habe ichmir nie klar machen können.
In Folge der grundschlechten Finanzverwaltung aberblieben nicht nur die substantiellen Kräfte aus, womit dieVertheidigungsmittel beschafft werden sollten, sondern dieHebel selber, welche zur allgemeinen und insbesondere zurfinanziellen Verwaltung angesetzt werden mußten, standenstill, so lange es am Nöthigsten fehlte, mit andern Worten:so lange der Revolutionszustand dauerte. Mit Hülfe vonBeamten sollte das Land verwaltet, sollten alle eben be-sagten Finanzmaßregeln ausgeführt werden; diese selbstwaren neu anzustellen, aber sie konnten mit keinem Kreuzerbesoldet werden! Suche sich Einer Beamte, die ihren Kopfriskiren, indem sie einer revolutionären Regierung dienen,einzig aus der Klasse, welche Vermögen genug besitzt, umunentgeltlich arbeiten zu können! Und wenn sie sich ge-funden hatten, so waren sie erst wieder gelähmt, denn siekonnten doch das nothwendige Subalternpersonal nicht ausihrer Tasche bezahlen. So wiederholte sich denn in denobersten Verwaltungsstellen, beispielsweise bei den Civil-kommissären, auf denen fast Alles lastete, dasselbe Schau-spiel wie bei der Regierung. Sie mußteu alle Verrichtungenpersönlich besorgen, was eine Unmöglichkeit war. Ichkannte Civilkommissäre, die nicht das Geld hatten, um dieSchreibmaterialien ihres Büreaus anzuschaffen, aber einenGeschäftskreis, zu dem mindestens zehn Menschen nöthig ge-wesen wären- — Wenn es zur Neubesetzung der wichtichstenJustiz- und Verwaltungsposten an Leuten fehlte, so war