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Schlinke") und — wenn ich nicht irre — Kuchenbeckcr^)bestand. Als ich nach Lautern kam, war der Ausgang derOdenwalder Affaire noch nicht bekannt, und Anneke, den derUmstand persönlich berührte, fuhr mich gewaltig überunsere Weigerung an. Ich vertröstete ihn ruhig aufden Erfolg. Am Abend traf die Nachricht von dem kläg-lichen Ende der Sache ein. Diese Operation, so unbedeutendsie anfing, gab durch ihr Resultat der ganzen badischenKriegführung vielleicht den entscheidensten Stoß. DerOdenwald war ein für allemal entmuthigt und die beieinem Revolutionskrieg nöthige Voraussetzung der Mit-wirkung der Bewohner auf und hinter dem Kriegsschau-platze gebrochen. Das Alles war leicht vorauszusehen.Wir haben, ehe uns der Ausgang bekannt war, alleFolgen, wie sie eingetreten sind, in dem der Militärkom-mission übergebenen Schreiben auseinandergesetzt. Annekeaber hatte den Plan gebilligt. Dies ist die einzige Spe-zialität, nach der ich seine Kapazität beurtheilen kann unddie allerdings nicht zu seinen Gunsten spricht. ImUebrigen war bei der Militärkommission, die schon amfolgenden Tage durch Sznaide ersetzt wurde, wenigstensmehr äußere Ordnung als bei Fenner, und ein Ansatzzu planmäßigem Fortschreiten. Im Ganzen natürlich hattesich während ihrer knrzen Funktionen wenig verändertund konnte sich wenig verändert haben. Endlich kam derlang und schmerzlich ersehnte Obergeneral an.
Ich kann mir keine Erscheinung denken, welche weitervon dem Bilde entfernt wäre, das man sich von einempolitischen Jnjurrektionschef macht, als die des Generals