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treiben das Technische der Sache. Der Kommandantwußte beständig nur ein einziges Verlangen vorzubringen:„torrasr äs3 xs1vt>on8", das war das Zauberwort, welchesvon Anfang bis zu Ende als das Alpha und das Omegaseiner militärischen Dispositionen gehört wurde. Er erklärtein allen Fällen, es sei nichts zu thun als „ä tormsr ässxslotons". Dieses Universalmittel, welches darin bestand,daß das Corps statt in neun, in fünf Hauptabtheilungengebracht werden sollte, weil Ruppert wahrscheinlich es ausfrüherer Zeit so gewöhnt war, konnte aber nie zu Standekommen, weil das Corps nie ganz beisammen war. Endlichmit dem Rückmärsche nach Kirchheim war der langersehntegünstige Moment eingetreten, und wie wohl wir nur eineStunde vom Feinde standen und jeden Augenblick einesAngriffs gewärtigt sein mußten, wurde der Vormittag des15. Juni dazu bestimmt, dem ewigen Pelotons-Jammerein Ende zu machen. Aber vergeblich! Nachdem die Mann-schaft den ganzen Morgen über versammelt, gezählt, ver-lesen, und wieder gezählt, gestellt, und wieder gestellt, diedie Mittagszeit längst vorüber und ein Drittheil der Leute,welche die Nacht hatten im Freien zubringen müssen, amUmfallen war, hatte es dem guten Ruppert noch nicht ge-lingen können, seine Pelotons zusammenzubringen, undweil die nöthigsten Sicherheitsmaßregeln über diesemGamaschengeschäft versäumt worden waren, mußte letztlichunverrichteter Sache geendet werden, um die nöthigenVorsichtsmaßregeln auf den Abend zu treffen. Kaumwaren einige Kompagnien auf die wichtigsten Grenzpunkteabgeschickt, als die Nachricht kam, es sei zwischen einemderselben und den Preußen bei Morschheim zum Treffengekommen. Es wurde Generalmarsch geschlagen. DerKommandant lief kopflos herum, und nachdem ich undAndere ihn mehrmals aufgefordert hatten, zu verfügen,