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Pfordten auf Händen trügest. Und da wäre dir wohl ge-holfen?
So muß ich dich denn daran erinnern, daß man es inendlichen Dingen immer nur mit relativen Größen zu thunhat, und daß es ein schlechtes Handwerk ist, im Kampfzwischen den Bösen und den Guten, die schwachen Seitender letzteren in die Pfanne zu hauen. Regierung ist einnotwendiges Übel, und so muß der Volksvertretung, dieauch eine Weise des Regierens ist, selbstverständlich eingutes Teil von der Natur des Grundübels anhaften. Esist beinahe Modesache geworden, gegen beratende Körper-schaften zu Felde zu ziehen, aber aus dem ganzen Halalihab' ich noch keinen sinnigen Vorschlag zur Ersetzung desso ruudweg veidämmten Systems heraus hören können,dahingegen an nichtsnutzigen Absichten und an traurigenSurrogaten kein Mangel ist. Vergiß nicht, wer den ver-ächtlichen Ausdruck „Parlamentarismus " in Gang gebrachthat! Es geschah nach dem 2. Dezember des Jahres 1852.Waren das wohl lautere Triebfedern, welche uns den Ekelan dem Kammerwesen einzuflößen gedachten, oder war esvielmehr die anmutige Berechnung jenes Vielfraßes, der indie Schussel spuckte, damit er sie allein aufzehren könnte?Keine Regierung hat so derb auf die Eitelkeit staats-männiicher Eloquenz geschimpft und schimpfen lassen alsdie französiiche, uud drolliger Weise ist keine so redseligund deklamatorisch wie sie. Sie möchte alle Zeitungen,Flugschriften, Bücher allein machen, ^c>spnprll-.iw tue- eit?kmck bv sver)' w-ui kimsklf-, heißt es dort im Coriolan.Und Meßlick; gleich als gälte es jedem Irrtum den Wegzu verlegcu, hat sie sich nicht enthalten können, durch dieEinsetzung von Kammern, wenn auch nur uud eben weil? nur zum Schein, gnuidsätzlich dem Systeme zu huldigen.
welckes sie thatsächlich zerstört hatte. Wie in Frankreich so aller Orten. Wenden wir uns aber den Angriffen zu,