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3 (1895) Politische Schriften von 1848 bis 1868
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so wenig es neuerer Zeit geheißen hat. der Mann von Eis-leben und Wittenberg habe die Bibel ins Preußischeübersetzt.

II.

Äer Scheideweg.

Zürnende Stimmen, warnende und klagende Stimmen,Scheidebriefe von alten Freunden und Schmähbriefe vonunbekannter Hand, das ist jetzt für unser Einen das täglicheBrot. Wer deß nicht achten wollte, um den stände es immer-hin bedenklich. O, sie verstehen es ganz gut, wie man's an-zufassen hat, um Einen stutzig zu machen. Jene, welche unszurufen:Bravo , Ihr praktischen Menschen, wohl bekommeeurem ungeduldigen Appetit die Fütterung mit rohen That-sachen; wir armen Leute vom Grundsatz, wir hungern liebernoch eine Weile; ha, ha. es ist schon gut, Ihr seid gescheitund wir sind dumm. Prost die Mahlzeit, Ihr klugenHerren!" Solche freundschaftliche Mephlstophelik kann ihreWirkung nicht verfehlen und verdient, daß man nochmalsstillstehe und sich des Weges umschaue, bevor man weiter geht.

Es ist ja gewißlich wahr: mit der Einbildung, besonderspraktisch und überlegenerweije mäßig zu sein, beginnt ge-meiniglich im Menschen der erste Anfang zur Reaktion; undwer fände nicht in seinen eigenen Papieren das Konzept zuden Abtrünnigkeitsvorwürfen, die jetzt auf ihn herunterhageln? Von Herrn Düpin an, der mit dem Motto:jesörs lg, Kranes«, aus der Monarchie zur Republik und ausder Republik zum Kaisertum hinübertrollte, bis zu Herrnv. Vincke und seiner Kniggeschen Kunst, mit Gesetzen nmzu-