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man gerade umgekehrt an, es der Regierung zu verdenken,daß sie bis jetzt nicht einen Länderzuwachs davou getragen.Es ist gar keine Täuschung darüber möglich, daß verletzteNationaleitelkeit am stärksten mit unterlief, daß man esschmerzlich empfindet, nicht mehr die einzige unwiderstehliche,siegesgewisse Armee in Europa zu haben. Nun dieser ge-heime Stachel im Fleisch sitzt, wird er von allen unserenWidersachern ausgebeutet, und auf die gefährlichste Weisevon denen, welche bisher die Freunde der guten Sache über-haupt oder gar der deutschen -Sache insbesondere gewesenwaren. Wenn diese jetzt schreien: Hannibal vor den Thoren!wenn sie die Furcht aussprechen, daß eine Militärdynastie,nur vou roher Eroberungssucht getrieben, ohne Idee, ohneGrundsätze, allen Nachbarn Gefahr drohe, daß es Zeit sei,an Hof und Haus zu denken, — so ist die allgemeineSinnesverwirrung nur allzuleicht herbeigerufen.
Der talentvolle Chronist der „kkvus ciss Osux Ncmäss,"Herr Forcade, war zwar nie unser besonderer Freund. Imschleswig-holsteinischen Krieg war er dick dänisch. Doch daer sonst als ein entschiedener Fortschrittsmann, ein freierKopf, ein warmer Anhänger Italiens , ein Kenner und Wür-diger Englands bekannt ist, so beweist sein scharfer Antagonis-mus immerhin, daß wir in diesem Moment auch einen Teilder aufgeklärtesten Bevölkerung gegen uns haben. AberHerr Forcade kann kein Deutsch, das erklärt immer vieleMißverständnisse. Viel schlimmer steht es um den „I-swxs."
Der „I-smxs" war lange Zeit eine Art deutscher Missionin Frankreich . Im selben Haus des Faubourg Montmartrewar eine Anzahl rüstiger Kräfte ansässig, welche gleichzeitigdie Monatsschrift „ksvus 66rmg,mcin-s" und das Tageblatt„1,-s Iswps" redigierten und druckten. Es waren zumeistElsässer, wie die mitwirkenden Namen von selbst verraten,also geborene Vermittler zwischen Deutschland und Frank-reich . Im dänischen Krieg noch war der „I-smps" vielleicht