Geehrte Mitbürger!
Betrachten Sie es nicht als die Beobachtung einermechanischen und herkömmlichen Schulregel, wenn ich zumEingang meiner Ansprache um Ihre ganze Nachsicht bitte.Ich bedarf des Wohlwollens Derer, die mit einigem Ver-trauen zu mir hierhergekommen sind, nud ich glaube schongefühlt zu haben, — denn das fühlt sich heraus, — daßihre Anzahl nicht gering ist. Ich bedarf auch der mildenBeurteilung Derer, die ohne vorgefaßte Meinung, aber mitder redlichen Absicht hierhergekommen sind, nach Anhörungdessen, was hier besprochen werden wird, sich eine freie undunabhängige Überzeugung zu bilden. Ich bedarf endlich,wenn Gegner unter uns sein sollten, — und ich heiße siewillkommen, — ich bedarf weuigslens ihrer Gerechtigkeit.Ich bedarf derselben nicht blos nm meinctivcgen, sondernauch zur Ehre der Sache, die wir heute hier behandeln,und zur Ehre unserer Stadt, die sich würdig zeigen sollder politischen Rechte, die sie berufen ist, auszuüben undin der Weise zu verfechte», wie es gesitteten uud denkendenMenschen gebührt. Ich bedarf Ihrer Nachsicht, denn Siekönnen wohl denken, welche Gefühle auf mich einstürmen indem Augenblick, da ich zum erstenmale nnd unter so bedeut-samen Verhältnissen wieder des Glückes teilhaftig werde,uuter meinen Mitbürgern zu stehen und allgemeine An-