Preußen nannte, als eben die Regentschaft angetreten, warder Nationalverein in seiner höchsten Blüte und mau glaubte,daß es gelingen könnte, eine glückliche Wendung für deutsche Ereignisse herbeizuführen. Damals, im Jahre 1859, hieltder Nationalverein eine große allgemeine Versammlung inBerlin , und viele meiner Freunde lnden mich ein, dochendlich auch in denselben einzntreten. Ich sah mich damalsveranlaßt, an den Vorsitzenden des Nativnalvereins unddurch ihn an die ganze Versammlung, eine Denkschrift zurichten, in welcher ich auseinandersetzte, daß ich zwar dieBestrebnngen und die Wirksamkeit des Vereins in ihrer all-gemeinen Bedeutung anerkenne, daß ich aber die bloßtheoretische Agitatiou, iu welcher er sich herumdrehe, diebloße Wiederholung derselben Grundsätze, ohne jede Prakti-sche Handhabe, für entschieden unzureichend halte; daß ernach etwas suchen und streben müsse, das aus dem prakti-schen Leben heraus mit unserem Begehren nach allgemeinerpolitischer Einigung übereinstimme, und ich setzte damalsauseinander, wie diese praktische Handhabe gegeben sei inder materiellen Einigung der deutschen Interessen. Ichsagte, es ist Aufgabe des Nationalvereins vor allen Dingendie Aufmerksamkeit des Volkes darauf hinzulenken, welcheSchädigung die Nation in ihren wichtigsten Interessen destäglichen Brotes dadurch erleidet, daß Deutschland in vieleeinzelne Fürstentümer zersplittert ist, deren die meisten teilsdurch Unfähigkeit, teils durch schlechten Willen in Fragender großen deutschen Berkehrsinteressen sich kennzeichnen.Ich verlangte damals, daß der Nachweis geliefert werde,welchen Schaden die Teilung Deutschlands den materiellenInteressen bringt; daß der Nativnalverein in jedem ein-zelnen Lande, ja in jeder bedeutenden Stadt Deutschlands gewissermaßen eine Sternwarte für alle Nahrnngsfragenerrichte, deren Beobachtuugeu, gleich wie die von Wind
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