— 22 —
und Wetter, den Fragen des Verkehrs, des Handels, derIndustrie nnd allein demjenigen gewidmet seien, was diemateriellen Interessen beeinflußt. Die Sache wurde da-mals zur Kenntnis genommen, aber wie es so geht, hernachzn den Akten gelegt. Ich wollte aber wenigstens die Ge-nugthuung haben, sie zu veröffentlichen, und sie erschienals besondere Beilage znr Berliner „Volks-Zeitung".*)
Ich kann es also schwarz auf weiß bestätigen, daß die-selbe Idee, aus der das Zoll-Parlament entsprungen, schonvor einem Jahrzehnt die meinige war. Aber es ist mirnicht vergönnt, bei dieser Frage stehen zu bleiben. Ichmuß auf das Feld des Kampfes, ich muß mich in die Dis-kussion begeben, über jene Streitfragen, die jetzt schon solange hin und her erwogen werdeu, die wir aber berufensind, noch drei Wochen hindurch in heftigem Kampfe zuerörtern. Aber eine große Schwierigkeit wirft sich mirhierbei entgegen. Sie liegt in der Verschiedenheit der An-schauung, die unsere Partei leitet, nnd derer, welche derGegenpartei eigentümlich ist. Die Gegenpartei beruft sichauf wenige ganz allgemeine, herkömmliche Sätze theoretischenBegriffes, von Recht, Freiheit nnd Fortschritt, welche überden Fragen des praktischen Lebens und der Veränderungenstehen, wie sie im Laufe der Geschichte unfehlbar eintretenmüssen. Ihr wird es immer glückcu, wenn sie ihr Panierentfaltet, das Beifallzujauchzen einer Menge zu erobern,die mehr mit dem Herzen, als mit dem Verstand urteilt.Wir aber, wir haben mit Verstand über die gegenwärtigekonkrete Lage der Dinge nach allen Seiten hin zu urteilen,wie praktische Menschen es müssen, nicht um deu Siegleerer Theorien zu streiten, sondern im Interesse des Vater-landes zu handeln, denn dieses zu fördern, ist uns lieber,als alle glänzende Rechtfertigung der Theorien.
Als Anlage hier wiederum veröffentlicht S. 58.