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traten herausfordern, zu sagen, ob er etwa vorzieht, inOsterreich oder iu Preußeu zu leben?); ja, wir in Deutsch-land , mit dem Prenßen jetzt zusammengeht, wir haben nochnicht einmal den äußersten Rand der allergelindesten frei-sinnigen Partei an die Regierung gebracht, kaum einen ein-zelnen Junker abgestoßen, uud dcuuoch sind wir schon einStaat, der nach außen uud iuueu hohe Achtung bean-spruchen kann, während Osterreich bereits seinen letztenTrumpf politischer Leistungsfähigkeit ausgespielt hat unduns in nichts gleichsteht.
Was wollen schließlich die Herren Demokraten? Wolle»sie die alten Zustände herbeiführen? Ich kenne nur zweiWege: entweder vorangehen oder das Alte wieder hervor-rufe». Wollt Ihr Oesterreich wieder herstelle», wie eswar? Wollt Ihr aus dem Glase trinke», in das bei demgroßen Feste die Zähre des Königs von Hannover gefallenist, während er die Hoffnung aussprach, daß er bald wiederin seine Hauptstadt zurückkehre» werde? Wollt Ihr de»Kurfürsten von Hessen zurückführen? Oder soll aus Süd-dentschland vielleicht ein Sizilien werden, ein Sammel-platz aller möglichen nnheilbrütenden Elemente, welche sichgegen die Einheit des Vaterlandes auflehnen? Wollt Ihraus Süddeutschlaud eine Vendse macheu uud Zuständeherbeiführen, bei denen niemand weiß, welche Gefahren sieheraufbeschwören köuueu?
Die Herren sollen es uns sagen, sollen aussprecheu,ob sie vielleicht auf Frankreich hoffen, auf eine fremdeRevolution, der es gelingen würde, nicht nur das Glückdes eigenen Landes zu gründen, sondern auch »och einNebenland mit den Resten seines Glücks zu beschenke»?Ihr vergeht jede Erklärung darüber, ob eine Nation aufdiese Weise glücklich werden kann. Wir aber haben es jaan nns selbst erfahren, wie es sich in Wahrheit verhält.