Druckschrift 
4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
Entstehung
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

«;t>

Thatsachen aufzubringen hat, welche beweisen, daß die Exi-stenz des Staates Hessen-Homburg dein deutschen Gesamt-leben förderlich sei, so soll ihm auch das unbenommen sein.Wir warten sogar mit Ungeduld ans so etwas. Sachedieser Sternwarte müßte es dann sein, über ganz Deutsch-land eine lebendige Verbindung auszubreiten und ein Be-schwerdebuch zu halten für alle Klagen der Kauf- und Ge-werbsleute, endlich besonders dies Material, wissenschaftlichgesichtet und geordnet, auf deu Tisch der Nation in be-stimmten Perioden niederzulegen.

Ich glaube annehmen zu dürfen, daß der deutscheHandelsstand im In- und Auslande mit Frendcn dienötigen Summen znr Bestreitung einer solchen Anstaltunterschreiben wird. Und das ist doppelt nötig.

Denn man zahlt nicht blos da, wo mau sich interessiert,man interessiert sich auch da, wo man zahlt. Millionenwnrden für das abgebrannte Hamburg gesteuert: warumsollten nicht Hundcrttanscnd zusammeukommen, wo es sichdarum handelt, daß die Nation aus der Asche erstehe?

Erlangt eine solche Gründung Lebensfähigkeit, so wirdsie ohne Zweifel mit der Zeit andere verwandte Unter-nehmungen hervorrufen, beispielsweise für Beobachtnng der

gesamteu deutscheu Rechtsentwickluug in Praktischen Dingen.

Am 20. d. M. versammeln sich in Berlin Abgeordnetedes preußischen Handels. Vielleicht fände sich da ein treff-licher Anhaltspuukt für ein Zusammenwirken der Leute vompolitischen uud vom kommerziellen Beruf. Aber ich willmich nicht vcrmcsfen, in Einzelheiten vorzudringen; ich willmir nicht herausnehmen, einsichtsvollen Männern nndsolchen vorab, welche den unendlichen Vorteil haben, anOrt und Stelle zu sein, Lehreu zu geben. Ich beabsichtigenicht mehr, als was dein geziemt, welchem mit dem hcimi-