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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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Cäsars Zeiten bis zur Schlacht von Waterloo mit erblichenLandesvätern verschont; 1815 von Metternich mit einemAngestammten beschenkt, den sie unter Napoleons Herrschaftnur als Monsieur de Tarmstadt gekannt hatten nnd zudessen Nachsvlgeru ihr verhärtetes Herz mit der echteu kind-lichen Pietät emporzublicken bis ans diesen Tag, sürcht ich,noch nicht gelernt hat; endlich auch Jahrhunderte lang unterdem Regiment des Krummstabs zu leichtem, lotterigem,üppigem Leben verzogen: so mußte .ihnen das märkischeStaatswescn mit seiner monarchischen Treue, seiner eisernenAristokratie, seiner schnarrenden Blcchstimme, seiner bitterenErnsthastigleit und spaßlvseu Disziplin entsetzlich wenigPerlockendes bieten. Und unter solchen Umständen dennochnnbeirrten Blicks sich für deu einzigen Ausweg ans demkleiustaatlichen Jammerthal erklären, das war in der Thateine dankenswerte Anstrengung. Es gehört zum Verständ-nis der zunächst an meine Wähler gerichteten Briefe, daßdiese so beschaffenen thatsächlichen Boraussetznngen Dirgegenwärtig seien.

Wollte ich die Gründe alle aufführen, die mich be-stimmen, diese kleine Sammlung Dir zu widmen, selbigewürde solchen Gründen gegenüber noch dürstiger erscheinenals sie ohnehin ist.

Zunächst möchte ich nicht nach deutschem Laudesbranchewarten, bis Dn gestorben bist, nm Dich zu loben (abge-sehen von der Ungewißheit des Bortritts). Dann gewißwerden sie in allen unseren Zeitungen schreiben:Er wareiner der frischesten nnd unverdrossensten Mitbegründerjener aufrichtigen Denkfreiheit, welche das Fundament zurpolitischen Ermannung der Teutschen legte, uud er bliebau der Arbeit von seinem ersten Eintritt in die akademischeLaufbahn bis in die späten Zeiten hinein, da er sich be-schied, an fremder Küste im Schutz der Freiheit das Wohl