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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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die höchste zahlt 7200 Thlr; also von einem Einkommenvon 240 000 Thlr. Es ist allbekannt in Preußen , daßdie Steuer entfernt nicht aufbringt, was sie in Wahr-heit ausbringen sollte. Legen wir aber einmal selbst dieniedrigste Ausbeute des dermaligen Ergebnisses zu Grunde.Im Jahre 1866 gab es in Prenßcn 70 812 Personen, dienach den Stenertabellen 1000 Thlr. und mehr Einkünftehatten. Scheiden wir zunächst die sieben untersten Klassenaus und zählen zu den Wohlhabenden nnr die, welchejährlich 96 Thlr. Steuer und mehr zahlen, also 3200 Thlr.und darüber jährlich zu verzehren haben. Wir finden alssolche in den Steuerlisten aufgeführt 9500 Persoueu, derenjährliche Gesamtabgaben sich belaufen auf 1 785 000 Thlr.,mithin ein Einkommen in runder Zahl von 60 MillionenThlrn. beziehen. Dies Ergebnis entsprang aus einer Be-völkerung von 19 250 000 Seelen, die an Reichtum gewißunter dem Durchschnitt von Gesamtdeutschland steht. DieBevölkerung aller deutschen Staaten beträgt jetzt in runderZahl 38 Millionen oder das Doppelte, und wir kämen da-mit ans 19 000 Personen, die 3000 Thlr. oder ,nel,rjährlich zu verzehren und eine Gesamt-Einnahme von120 Millionen Thlr . haben. Das Objekt nnn, an welchemdie wirtschaftlich so kostbare Tarifresorm scheiterte und da-mit zu gutem Teil^ auch die Würde und Autorität derZoll-Parlamentsschöpfung, der Petrolenmzoll, betrüge900 000 Thlr. jährlich. Wenn also jede dieser 19 000Personen 47^ Thlr . mehr bezahlte, so wäre der Streiterledigt. Bedenkt man, daß nach den Tabellen darunterstark über die Hälfte, etwa 10 600 Personen sind, die 5000oder mehr Thaler pro Jahr einnehmen, so kann man sichgewiß beruhigen, daß diese eine Mehransgabe von 47^/z Thlr.gar nicht empfänden. Nehme» wir die 900 000 Thlr. imProzentsatz auf die 120 000 000 Einkünfte, so machen sie