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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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besscrungen das Wort zu reden, Denn der Vertrag derdeutschen Regierungen untereinander, ans welchem dieExistenz und Befugnis des Zoll-Parlaments ruht, geht biszum 31. Dezember 1877.

Das ist der Hauptübelstand! Wie uugenttgeud immerdie Maschinerie des Zoll-Parlaments sich erwieseu hatund noch erweisen mochte; ohue den guten Wille»sämtlicher deutscher Regierungen kann in den nächstenacht Jahren nichts daran geändert werden, nnd wie esmit diesem guten Willen da und dort beschlagen ist, mögenSie sich selbst überlegen. Führwahr, dürfte man nichteinigermaßen aus den guten Willen der Ereignisse zählen,die sich der Aufgabe unterziehen werden, an den Verträgenvor Ablauf des Termins zu rüttelu, es sähe unfruchtbarum die nächste Zukunft ans. Aber diese acht Jahre werdennicht verlaufe», ohne nus eine Veränderung in Deutsch-land zu bringen, nnd jede Veränderung zum Guten oderzum Bösen muß das Zoll - Parlament in erster Reihetreffen. Bis dahin möge es immerzn das sein, als wa5wir von der ersten Stunde an es erkannt haben: zunächstein lebendiges Sinnbild der Einigung für die ganze Nationauch über den Main hinaus; svdauu eine praktische Vor-schule künftiger politischer Bethätigung für das lebende Ge-schlecht. Sind wir doch nachgerade schier alle darüber einiggeworden, daß die richtige Führung einer Nation nicht mitphilosophischen Sätzen allein ausreichen kaun; daß viel-mehr, wie zu allen Arbeiten dieser Welt, erfahrene Ver-trautheit mit dein täglichen Hanshalt dazu von Nöten ist.Da hat mir jemand eben, ich vermute iu der Absicht, halbmich zu beschämen, halb mich zu bekehre», ans der gutenStadt Frankfurt herübergeschickt: die große Rede EmilioCastelars über Republik nnd Monarchie, gehalten in derSitzung der spanischen CorteS am 20. Mai 1809, ver-