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die Quere kommen, dienen ihm besser als die, welche stetsnur auf sein Augenzwinkern warten, ehe sie den Mundaufthun, und — wer weiß, ob es ihm nicht heute schonganz recht ist, daß Lasker sich zum Ausdruck der badischenUngeduld gemacht hat? Es Ware zum mindesten nicht daserste Mal, daß der Preußische Premier aus solchen Be-lästigungen, aus solchem Druck von anßen recht fein Nutzenzu ziehen verstanden hätte.
Und darnm bleibe vor allem uus armeu Blind-Darm-Hessen ohne Wanken und Weichen der erste Satz unseresBegehrens: Eintritt in den Norddeutschen Bund !
Denn jene andere Methode — gestehen wir's uns ehr-lich — welche vor zwei, drei Jahren im Schwange war,deren Sinn in die Worte sich zusammenfaßte: „Zoll-Par-lament Voll-Parlamcnt!" jene Methode, wir dürfen es be-kennen, ist den Weg der Blütentränme gewandelt. Sieentsprach dem Gefühl der ersten Hoffnung, die sich allerSorgen um das Wie oder Wo entschlägt; sie war vielleichtnicht ganz fremd jenen historischen Reminiscenzen eineranderen Periode, die uns so lange als großes Vorbild allererhabenen Evolutionen vorgeschwebt hat. Gewiß zog mancheinbei der ersten Erwartung von dem künftigen Zoll-Parlamentunwillkürlich die Erinnerung herauf an jene uneudlich er-greisenden Momente, von denen wir in den Schilderungendes 17. Juni oder des 4. August 1785» leseu, da in einerdramatischen Sitzung der dritte Stand sich zur National-versammlung erweiterte oder der gesamte Adel seine Privi-legien auf den Altar des Vaterlandes niederlegte. So un-gefähr, träumte man duukel, könnte eines Tags unter demAndringen einer hinreißenden Begeisterung das Zoll-Par-lament sich aufraffen und zum wahren, vollen Vertreterder gesamten Nation emporschießen. Aber weder Zeit noch