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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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gemacht; allein wir wissen, daß seitdem in überwiegendemVerhältnis andere Znhlmittel an Stelle des baren Geldesgetreten sind. Ein solcher Vorrat war nicht aufzutreiben,jedenfalls nicht ohne unerschwingliche Opfer. Und Waredas möglich gewesen, für Deutschland bestünde noch wenigerdie Möglichkeit, einen solchen Schatz in sich nützlich aufzu-nehmen. Was sollten wir mit sünf Milliarden Gold oderSilber machen? Sie als Umlanfsmittel zu benützen, würdevoraussetzen, daß unser Bedürfnis an baren Verkehrs-mitteln, welches durch unseren früheren Vorrat genügendgedeckt war, sich im Laufe eines Jahres um mehr als dasanderthalbfache gesteigert hatte. Andererseits das Goldeinzusperren, hätte auch keinen Zweck. Es bliebe also nurdie Möglichkeit, es wieder nach irgend einem Ausland zuversenden und dadurch Gläubiger des betreffenden Aus-landes zu werden. Da aber würde sich die Frage aus-werfe»: nach welchem Auslaud? Denn offenbar, so wenigwir in der Lage waren, beliebige Metallsummen absorbierenzu können, so wenig find wir berechtigt, diese Fähigkeitdem ersten besten Lande zuzutrauen. Gelöst wird dieseFrage annähernd, wenn wir uns sagen, daß die Länder,denen das nns zugeworfene Metall entnommen war, amersten wieder das Bedürfnis haben möchten, es zurück-zunehmen. Und was von der Hypothese einer Barleistungsämtlicher sünf Milliarden gilt, das gilt auch in der Haupt-sache von demjenigen Bruchteil, der uns wirklich in Formvon Metall ausgehändigt worden ist. Aber hier greift einmodifizierender Umstand ein. Ein Teil des Metalls ist dersranzösischen Zirkulation entnommen und kraft des Papier -Zwangs-Knrses daselbst entbehrlich geworden. Nach Frank-reich strebt das Metall also vorerst nur schwach zurück. Esbleiben mithin nur die Länder, welche den übrigen Teil derbareu Zahlungsmittel abgegeben haben. Aber auch nach