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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
Entstehung
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sächlich Gelegenheit haben, einen Teil von empfangenenMetallzuschüssen fruchtbar zu verwenden, so muß auf deranderen Seite diese Beobachtung uns mit Notwendigkeitzeigen, daß die nützliche Verwendbarkeit in dieser beschränktenForm auch dem Umfang nach nur in sehr beschränktenGrenzen Platz finden kann. Hier außerdem wie bei allenspäter noch zu betrachtenden Berwendungsarten gilt derSatz, daß schließlich alle Stoffvermehruug, fasse man sienun als solche oder, was eigentlich das allein Richtige ist,als bloße Formverändernng auf, nur allmählich, wedersprungweise noch naturwidrig rasch, vor sich gehen kann.

Betreten wir nun den zweiten Weg, unseren innerenBesitzstand zu vermehren, nämlich durch Bezug von Gegen-ständen aus dem Ausland.

Um uns klar zu machen, wie wir infolge der Kriegs-entschädigung dazu gelangen können, mehr Objekte als bishervom Ausland zu beziehen, haben wir bereits eine Erläuterunggegeben. Das Fallen des Wechsels auf's Ausland ist gleich-bedeutend mit wohlfeileren Warenpreisen des Auslandesfür uns. Diese Erscheinung kann sich auf zweierlei Artgeltend machen: erstens dadurch, daß wir für dieselbe Quan-tität Geld im Ausland einen größeren Betrag derselbenObjekte, die wir früher schon von demselben bezogen, em-pfangen; oder zweitens dadurch, daß wir neue Gattungenvon Waren, die früher im Inland für uns billiger waren,nunmehr wohlfeiler vom Ausland beziehen und dadurch imInland Hände für andere Produktionsarten frei machen.Aber auch diese Möglichkeit der Zufuhr hat ihre nicht weitabliegenden Grenzen; das Ausland so gut wie das Inlandvermag nicht plötzlich die Masse der hervorzubringendenDinge beliebig zu vermehren. Es vermag dies um soweniger in einer Zeit, in welcher wir ihm einen unverhält-nismäßigen Betrag von Barmitteln entziehen, deren es