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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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gelder kraft einer einfachen Manipulation und mit einemFederzuge zu einer namhaften Bereicherung an sachlichemWert dienen können. Auch hier ist nicht ein Objekt imWerte von 325 Millionen Franken nach Deutschland hinein-getragen worden, sondern der ins Ausland gedrängte Eigen-tümer (die französische Ostbahn-Gesellschaft) verzichtet aufsein Besitztum zu gunsten des deutschen Nachfolgers, mitanderen Worten: das Deutsche Reich hat mit einem Teilder Kriegsentschädigung die Rente gekaust, welche die Ost-bahn aus Elsaß-Lothringen zu beziehen hätte. Als zweitenPosten, welcher direkt aus dem Ausland hereingezogen wird,finden wir die Geldvorräte, welche zur Ausprägung derneuen Münzen dienen. Sofern diese neu ausgeprägtenMünzen die Masse der umlaufenden einfach zu vermehre»bestimmt sind und diesen Zweck auch erfüllen, ohne die Ge-samtmasse entsprechend zu entwerten, ist auch hier dieForm gefunden, das deutsche Nationalvermögen auf direktemWege durch Transaktion mit dem Auslande zu vermehren.

Mit diesen beiden Posten aber scheint uns unterdiesem Gesichtspunkt die Sache erschöpft. Von sämtlichen378 Millionen Thaler, die nach dem erwähnten Ausweisbis jetzt zur Verwendung gekommen, haben nur der An-kauf der französischen Ostbahn und die Beschaffung aus-wärtiger Prägemittel dazu gedient, massenhaft fremdesMaterial direkt aus den Entschädigungsgeldern nach Deutsch-land zu ziehen, ohne daß auf dem Handelsweg Gegenwertedafür abgegeben worden wären.

Gehen wir nun zu den anderen Verwendungen über,so finden wir zunächst die unentgeltlichen Leistungen inForm von Entschädiguugen, freigebigen Spenden, Pensionenu. dergl. m. Im Ganzen eine Summe von ungefähr75 Millionen Thaler. Diese sind an verschiedene Kate-gorien von Personen ausgezahlt wordeu, unter denen wir