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fähigkeit sofort zu vermehren. Die erste direkte Wirkungist vielmehr die einer größeren Nachfrage nach Objektenund nach Arbeitern; Preise und Löhne steigen, das Landist um eiuen Anlauf zur Thätigkeit reicher, um wirklicheGaben nicht; in mancher Hinsicht sind ihm sogar Verlegen-heiten bereitet.
Als Ausgaben, welche direkt ins Ausland zurückflösse»,können unter gegenwärtiger Rubrik noch gerechnet werden:ein Teil der 24 Millionen Mehrbedarf gegen den Friedens-Etat infolge der Okkupation französischer Gebietsteile uuddie Million für die Kosten des großen Hauptquartiers.Auf diese beiden Posten beschränkt sich auch hier die direkteVerzehrung auswärtigen Materials.
Die für verschiedene Betriebsfonds, für stehende Reichs-kassen, bei der Zollverwaltung, bei der Marine, bei demeisernen Vorschuß für das Neichsheer u. s. w. verrechnetenBeträge fallen selbstredend entweder unter die Kategorieder vermehrten Umlaufsmittel, oder der Verwendung aufArbeitslohn und auf Kaufobjekte im Inland. Der Kriegs-schatz von 40 Millionen in Gold hat 30 Millionen Silberin die Zirkulation gestoßen, beziehuugsweise uach ihrer Ver-ausgabung nicht wieder an sich gezogen. Ein letztes end-lich bleibt die Rückzahlung früher kontrahierter öffentlicherSchulden (in der Aufstellung am 12. März nur etwa für14 Millionen Thlr. figurierend). Diese letztere Verwen-dungsart, welche in dem Aufbrauch der frauzösischen Kriegs-gelder eine große Rolle zu spielen berufen ist, bringt zu-nächst keine Veränderung in dem Besitzstand stofflicher Ob-jekte hervor, sondern sie findet ihren letzten Ausdruck indem Personenwechsel der Rentenschuldner. Die Stelle desBudgets, welches bisher dem Staatsgläubiger eine halb-jährige Rente zahlte, nimmt ein neuer Schuldner ein, densich der bisherige Staatsgläubiger suchen muß. Denn wir