— 247 —
und Arbeit braucht, als die bloße Abzahlungsfrist andeutet,sondern daß auch die Abzahlung als solche nicht ohne Ver-sündigung an der Natur der Dinge auf eine kurze Zeit-spanne zusammengedrängt werden kann.
Die Aufgabe umsichtiger Finanzwirtschaft geht dahin,alle diese Operationen so zu leiten, daß dabei der täglicheVerkehr möglichst wenig aus seinen Bahnen gelenkt werde.Sonst möchte leicht znr Plage werden, was bestimmt war,Wohlthat zu sein.
Mancher, der uns bis hierher gefolgt ist, wird viel-leicht lachend fragen, ob nicht auf einen sophistischen Scherz,auf ein Hexeneinmaleins diese ganze Untersuchung hinaus-laufe? Oder hätten wir uns gar von eiuem Trugbildäffen lasfeu, indem wir uns eine Leistung von 5 Milliardenausbedangen? Die Antwort lautet auf ja und nein, jenach der Art, wie wir den Eingang und die Verwendungunserer Forderung betreiben. Wollen wir dies in kürzererZeit bewirken, als in der, welche gestattet, die Schaffungneuer Werte im Inland und die Herbeiführung entbehr-licher vom Auslande zu vollführen, so werden wir nichtshervorrufen, als unnatürliche Vermehrung unserer Umlaufs-mittel, unnatürliche Anstachelung des Unternehmungsgeistes,rastlose Lohn- und Preissteigerung und eine verderblicheAbleitung unserer Arbeitskräfte zu Thätigkeiten, die minderproduktiv sind, als die bisher in ruhiger Weise aufgesuchten.Bereits empfindet der Steuerzahler, dem korrekterweise die5 Milliarden an Minderbelastung zum Bewußtsein kommensollten, eine sehr geringe Wirkung. Ein großer Teil derStantsausgaben, die wir auf Grund unserer neuen Be-reicherung machen, geht in zwar nützlichen aber minderproduktiven Beschäftigungen als bisher auf. Tausende vonHänden werden thätig sein bei den Festungsbauten undWaffenfabriken, um die reichlichen Mittel als Arbeitslohn