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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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räumen gewesen wäre, um die Preußische zur Reichsbankzu erweitern. Ob er die Huldigung einkassierte, weil ein-kassieren, wie er mit Recht behauptet, seines Amtes ist,oder weil er für rätlich hielt, lächelnd die goldene Brückezu betreten, die man einem auf dem Rückzug befindlichenGegner baut von Gold war sie jedenfalls, die Brücke;denn, bei Lichte besehen, ließ sich Preußen dafür, daß esseinen lonü äs voutious ans Deutsche Reich abtrat, ver-güten, was folgt: fünf Millionen Thaler bar, fünf weitereMillionen in Gestalt der zwanzigtausend an die altenAnteilseigner zu hundert Prozent überlasfenen Anteils-scheine, die einen Minimalwert von hundertfünfundzwanzigProzent besitzen; macht zusammen zehn Millionen; dazueine fünfzigjährige Annuität von 621 000 Thalern, die zuProzent kapitalisiert, einen heutigen Wert von12 232 000 Thalern repräsentiert: Summa Summarumeinen Kaufpreis von mehr als zweiundzwanzig MillionenThalern für die Zubringung eines Geschäfts, das ohneZustimmung des Reichstags nicht einen Tag über den1. Januar 1876 hinaus fortgesetzt werden durfte, undnach Kapitalsverdoppelung, Kontingentierung und ver-änderter Gewinnverteilung an Einträglichkeit viel wenigerAussicht bietet, als das frühere der Preußischen Bank ,welches bei dem Verkauf als Maßstab angenommen wurde.Die Mitglieder des Reichstages aber sagten sich, beziehungs-weise die der Kommission, daß nun an sie die Reihe ge-kommen sei, zum bösen Spiel gute Miene zu machen, unddaß es vor allem gelte, topp! zu sagen. In der Thattraten diese Zifferfragen, wie groß immer, als Nebendingezurück hinter die mannigfaltigen und verwickelten Aufgaben,deren Lösung in kürzester Zeit zu bewältigen war. Esgalt nicht nur, die gesamten Verhältnisse des Zettelbank-wesens von Grund aus auf neue Unterlagen und nach