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welche mit Geringschätzung auf den Erwerb herunter schauen,erwecken in den Kindern der Welt nur den Gedanken, daßsie die Welt nicht kennen, und treiben, als falsche Re-präsentanten des Ideals, zur bösen Schlußfolgerung hin,daß für die wahre Idealität in der wirklichen Welt keinRaum sei. Der cyuische Realismus, welcher die höchste»sittlichen und geistigen Güter verlacht, ist die unausbleiblicheAntwort auf den diogenischen Armutsstolz. Der „heiligeDurst nach Gold" bewegt die Welt, indem er der MenschenKräfte in Bcweguug setzt; uud es sündigt wider dies Ur-reglement des Lebens nicht nur der, welcher sich zur Kari-katur macht, indem er es leugnet, sondern auch wer ihmdie Wege vorzeichnen will aus einer Empfindung heraus,die fich zur Ehre rechnet, daß ihre Wege nicht seineWege sind.
Die einprozentige Steuer war beseitigt. Es war einGlück für die künftige Reichsbank, daß in diesem Kapitel esnicht gut anging, sie anders zu behandeln als die Privat-banken. Hätte sie diesen: Steuergelüste gegenüber alleinin der Welt gestanden, schwerlich wäre sie ihm entronnen.Denn alle vereint, die entweder das Reich oder die Notenoder das Monopol oder daS Kapital oder die Börse oderdie Matrikularumlagen nicht mögen, alle vereint hättensich schwerlich des Vergnügens beraubt, um uoch einenAderlaß anzubringen, sich denjenigen anzuschließeu, welcheden einzige» vertretbaren Gesichtspunkt verteidigten: daßein Nvte»Privileginm mit emer Abgabe bezahlt werde»müsse. Ihre Rettung verdankte die Reichsbank dem Um-stand, daß man sie nicht erreichen konutc, ohne die liebenKleine», die Territorialbanken, mit zu treffen, für welchein den Reihen der meisten Fraktionen doch so mancheswarme Herz schlug. Darin» wendete sich auch das Blatt,sobald die Entscheidung wegen der Kommimalsteuern zu