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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
Entstehung
Seite
325
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keit. Hieran schließt sich von selbst die Erwägung, daßnicht Nützlichkeit allein das Maßgebende sein konnte, sondernnur das Nützliche an eine Form gebunden, welche durchUnzerstörbarkeit, Erkennbarkeit und Bewegbarkeit dein be-sonderen Zweck sich anpaßte; auch mußte dieses nützlicheerkenn-, beweg- und unzerstörbare Wesen selten genug vor-kommen, um nicht der Gefahr ausgesetzt zu sein, daß es inWertlosigkeit verfalle. Bleiben wir bei der geschichtlichenThatsache des aus Erz oder Kupfer gefertigten Geldesstehen, so decken sich hier noch alle soeben zusammen-gehaltenen Bedingungen. Aber um so merkwürdiger er-scheint dann der Sprnng von diesem Metall zum Silberund Gold. So weit wir die Geschichte der Verwendungdieser zwei Metalle zu Geld kennen, kennen wir auch dieGeschichte der Sitten und Lebensweise der Völker, welcheihnen diese Bestimmung gaben. Und nirgends finden wirsie so wie die auderen Metalle verwendet aus bloßer Rück-sicht auf ihre stoffliche Brauchbarkeit als Werkzeuge derWirtschaft. Überall vielmehr, wo wir ihnen begegnen, er-scheinen sie als Attribute der Macht und der Üppigkeit.Wir finden also hier von vornherein den Sitz der Wert-schätzung in der menschlichen Phantasie. Selbst die Ein-geborenen Amerikas , welche nach den Berichten der erstenEroberer vergleichsweise geringen Wert auf Silber undGold legten, erstannt waren über die von den Fremdendamit getriebene Abgötterei nnd willig ihre Schätze teilsals Lösegeld, teils im Austausch gegen andere Gegenständeanboten, selbst diese befanden sich bei ihrer ersten Berührungmit den spanischen Abenteurern doch wesentlich auf demeuropäischen Standpunkte: sie behandelten die beiden Me-talle als etwas Edles, verwendeten sie entweder als Schmuckoder häuften sie als Schütze des Landesherrn an. DieKaziken Mexikos hatten einen goldenen Kopfschmuck, in