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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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seitdem beide in der Menschen Händen sind." Setzt auchder Redner hinzu:Für meinen Teil glaube ich nichtdaran," so ist doch mit dem auch in bloßer Zweifelsformvorgetragenen tiefgreifenden Gedanken ein ganz andererHorizont hergestellt, als er bis dahin in dem offiziellenFrankreich sichtbar gewesen war. Aus der Gegenrede desAbgeordneten Le Cesne sei nur die eine Stelle hervor-gehoben, welche genau mit einer weiter oben ausgeführtenBetrachtung zusammentrifft, und auch mit einer weiter untendem englischen Bericht zu entnehmenden sich deckt.Inden Jahren 1850 bis 1865," heißt es hier,schüttete sicheine wahre Goldlavine über die Welt aus, wie dergleichenÄhnliches nie erlebt worden. Im Zeitraum von fünfzehnbis zwanzig Jahren wurden für fünfzehn Milliarden Frankenans Licht gefördert; von 14 000 Kilo jährlich sahen wirdie Goldgewinnung auf 200 000 Kilo anschwellen, im Wertvon 100 auf 700 Millionen jährlich, einmal sogar auf eineMilliarde. Was war die Folge davon? Der natürlicheZug (I'ickllllit6) zum Golde hin ist der Art, die Tendenzder Europäer, das Silber in den Tauschgeschäften durchdas handlichere und bequemere Gold zu ersetzen, ist so stark,daß ohne weiteres diese ungeheure Metallmasse sich in denVerkehr verloren hat, und daß selbst im ungünstigsten Mo-ment die Entwertung nicht über 1^/2 bis 2 Prozent er-reichte."

Natürlich blieb auch in diesen Verhandlungen die Ne-gierung Siegerin. Wo nicht gewaltige Partei-Interessenmit solchen finanzpolitischen Lösungen verkettet sind, werdeuparlamentarische Versammlungen immer der offiziellenFührung folgen. Sie haben in ihrer großen Mehrheit zudeutlich das Bewußtsein ihres mangelhaften Fachverständ-nisses, um nicht hinter der offiziellen Regierungsverantwort-lichkeit Schutz zu suchen. Wir haben das in Deutschland