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in einigen Punkten zn unserem eigenen Schaden nichtminder erlebt. Aber selbst die Regierungsvorlage machteeinen enormen Schritt gegenüber dem früheren Verhalten.Aus der von ihr begehrten Ermächtigung zum Sperrender Silbermünze ward sofort eine vollendete Thatsache .Jahrelang hatten die „Praktiker" behaupter, es sei garnichts zu thun, das „System" allein verbreite einen pani-schen Schrecken, und noch im letzten Augenblick versichertensie, es sei gar kein Grund, sich zu beunruhigen. Und inallen Punkten sind sie zu entgegengesetztem Verhalten hin-getrieben worden! Durch die „Doktrin"? Nicht entfernt!Die Metallmakler und Metallhändler (vor allem die Lon-doner Lullion vrokers und Lullion inerelmnts) auf dengroßen Handelsplätzen mit dem Gewicht ihrer Barren habensie in die Enge getrieben. Sie mußten sich doch ent-schließen, etwas zu thun, und diese That giebt densprechendsten Ausdruck der Beunruhigung, der sie sich nichtlänger zu entziehen vermochten. Ob sie nun willens seienoder nicht, ob sie fähig seien oder nicht, den wahren Sinnihres Handelns zu durchschauen: für das unbefangene Ur-teil steht felsenfest, daß dies Handeln einen Akt der Unter-werfung unter das Urteil der von ihnen so lange verun-glimpften Gegner ausmacht. Sie sperreu die Münzanstaltdem Silber — provisorisch, fügen sie hinzu — um abzu-warten, ob nicht eine Umkehr eintrete. Man nennt dasin der Rechtssprache ein Geschäft unter einer Resolutiv-bedingung eingehen. Wer das thut, bekundet, daß ihmdie endgiltige Vollziehung des Geschäfts Hauptsache ist, under nur für einen minder wahrscheinlichen Fall einen Rück-weg sich offen halten will. Den minder wahrscheinlichenFall! wer wollte seine Möglichkeit bestreiten? Kein Ein-wand kann ihn leugnen, denn kein Gegenbeweis kann wider-legen, was seinen Daseinsgrund gerade aus dem Kontingente