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Ver unberechenbaren Elemente schöpft. Aber soweit dieRechnung mit bekannten Größen in der Abwägung derDinge zu Werke geht, so weit ist der widerlegt, welchersein aktuales Thun den logischen Schlußfolgerungen desGegners anpaßt. Und das ist eben geschehen mit dem Ein-stellen der Silberpräguug. Die Begrenzung der Summenin den drei Konferenzen war der Anfang der zögerndenBewegung; die totale Sperre ist der Schluß. Allerdingshat das französische Gemeinwesen vorerst von diesem Be-schluß noch gar keinen Gewinn. Die Leute, welche an derSchüssel sitzen, haben dafür gesorgt. So gut wie dieitalienische Bank verstanden hatte, die Prägelieenz für ihreSilberreserve auf gemeinsame Kosten in Sicherheit znbringen, so gut verstanden die Leute, welche zuletzt aus41/2 Franken Silber ein Fünffrankenstück zu machen dieErlaubnis verlangten, daß es gelte, vor Thorschluß ein-gelassen zu werdeu. Besser als die schönrednerischen Ver-ächter der „Theorie" erkannten die stillen Praktiker, daßaus der Theorie der Silbereutwertung längst eine ihnenvorteilhafte Wirklichkeit geworden, daß aber auch der feier-lichste Ton des offiziellen Schlendrians nicht lange mehrden Skandal solcher Leugnung der Wirklichkeit aufrecht zuerhalten imstande sein werde. Sie zwängten sich durch dievon den Beschlüssen der Konferenzen geöffnete Pforte derPrügungslicenz mit einem wahrhaft possierlichen Ungestüm.Die am 3. Februar 1876 geschlossen Konferenz der la-teinischen Verbündeten hatte die Licenz zu Gunsten Frank-reichs für das Jahr 1876 auf 54 Millionen festgesetzt.Daneben wurde stipuliert, daß die Auwartschaftsscheine fürdas folgende Jahr 1877, welche von der Münze ausgegebenzu werden Pflegen (Lons cls rnoimais) bis zur Hälfte deskontingentierten Betrages, d. h. bis zu 27 Millionen, aufoas Jahr 1877 verabreicht werden dürften. Und als min,