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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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zu empfangen hatte, das wies sie den Bauuternehmern an,und diese bestritten mittelst der aus diesen Geldanweisungenerhobenen Gelder ihre Ausgaben aus indischem Grnnd undBoden. Darnm konnte die Nachwirkung jener Umgestaltungdes Budgets erst fühlbar werden, als die Eisenbahnen derHauptsache nach gebaut waren.

Die Kommission ist der Ansicht, daß, nnvorhergesehcneFälle abgerechnet, die Dinge in dieser Verfassung beharrenwerden. Sie knüpft daran die weitere Betrachtung, daßder aus dieser Sachlage folgende Minderbedarf an Silbereinen Rückgang des Wechsels auf Indien, des Kurses derRupien, oder was dasselbe ist, des Silbcrpreises unbedingtnach sich gezogen haben müßte, auch wenn die Silber-gewinnnng und die Demonetisieruug des Silbers in denbetreffenden Weltteilen nicht eingetreten wäre. Die ein-fache Thatsache fällt am meisten ins Gewicht, daß bisvor wenigen Jahren der Handel die große Differenz zwischenseinem Bezug aus Indien nnd seinen Lieferungen dahinmittelst Silbers auszugleichen hatte; daß aber jetzt das ost-indische Kriegsbudget für seine aus dem Mntterlande znbestreitenden Leistungen in der Kolonie jährlich eine MasseSilbers erhebt, welche es den Kaufleuten anweist, währenddie Kaufleute ihrerseits deu Gegenbetrag in England aus-zahlen; eine Wechseloperation, welche dem einen Teil dasHerholen und dem anderen das Hinschicken von Silber er-spart. Und damit man sich einen richtigen Begriff vondem Effekt dieser Verschiebung mache, stellt die Kommissiondie Ziffern der Jahresfordernng des indisch-englischen Budgetsmit denen der jährlichen Silberprodnktion der ganzen Weltzusammen. Ganz allein die Summe von 200 MillionenMark, um welche das iudische Budget an Einnahmen zu-genommen hat, ragt, nach ihr, über die Hälfte der Silber-produktion der gesammteu Welt hinaus!