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Endlich stellt der Bericht sich noch die Frage: wievoraussichtlich sich der Gang des Silberkonsums in derindischen Kolonie für die Zukunft entwickeln werde. Diebeiden am meisten mit den Zuständen jener Bevölkerungvertrauten Zeugen, welche vernommen wurden, haben ge-glaubt, nach dieser Richtung hin viel Beruhigendes sagenzu dürfen. Sie sagen, daß durch die Verbesserung derWege und Herstellung der Eisenbahnen ganze Striche erstdem höheren Verkehr erschlossen worden seien. In diesenGebieten trete erst jetzt die Gewohnheit, mit Geld, dasheißt Silbergeld, zu kaufen, an Stelle des Tauschhandels;ferner habe das Volk in den Kolonien eine so gewaltigeLust an silbernem Schmnck und Geräte, daß dadurch dergrößte Teil dieses Metalls Verwendung finde. Mit zu-nehmendem Vermögen und mit dem Sinken des Silber-preises werde dieser Sinn neue Mittel siudeu, sich zu be-sriedigeu. In jedem größeren Dors ist ein Silberschmied,uud sobald ein Mann einige Rnpien verdient, läßt er den-selben zn sich ins Hans kommen nnd die Ziergeräte alldaanfertigen. Anch Gold wird zu gleichem Ziveck in starkerProportion verwendet. Obwohl Goldgeld in verschwindendgeringem Maße umgeht, beträgt doch der Goldimport derletzten 40 Jahre die Hälfte der Silbereinfuhr, nämlich2 Milliarden Mark, welche beinahe ausschließlich zu Prunk-sacheu verarbeitet wurden.
Läßt solchergestalt der ferne Osten für die Aufsaugungdes Silbers auch ferner ziemlich begründeten HoffnungenRaum und erwächst daraus ein Anhaltspunkt für dieWiderstandskraft der Silberpreise, so stehen nach der Über-schau unseres Berichtes die Dinge überall in Europa umso aussichtsloser. Der Konsum Euglands ist verschwindendklein. Bis auf eine einzige Million Pfuud Sterling haltensich im vereinigten Königreich die ein- und ausgeführten