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Inland zu sein. Beiderlei Verwendungen haben in derletzten Zeit recht ansehnliche Quantitäten von Silber auf-gezehrt; aber wenn wirsagen, daß beidezusammeubiszumMärzdieses Jahres rund 13 Millionen Dollars oder 52 MillionenMark aus dem im Jahre 1875 von Regierungswegen ge-kauften Silber absorbiert haben, und daß die Gesamtheitdes einzuwechselnden kleinen Papiergeldes auf 40 MillionenDollars angegeben wird, so erhellt daraus, daß damit denentgegenwirkenden Elementen noch kein entsprechenderDamm gesetzt ist. Und die höchsten Anschläge der künftigin den Vereinigten Staaten verwendbaren silbernen Tei-lungsmünzen gehen kaum über die Hälfte des Belaufs, denunserer Ausicht nach Deutschland noch abzustoßen hat.
Nun wird an diese Maßnahmen die Hvsfnung ge-knüpft, daß Amerika bei Wiederherstellung seiner Metall-zirkulation die Doppelwährung einführen werde. Es läßtsich natürlich g. priori nicht behaupten, daß dies- oder jen-seits des Meeres den politischen Umtrieben und der Be-griffsverwirrung unmöglich sein werde, irgend einen un-sinnigen Beschluß durchzusetzen. Aber es wird gestattetsein, diese unberechenbaren Bahnen des Unsinns nicht indie Berechnung der künftigen Dinge aufzunehmen. Nachden bestehenden Gesetzen bleibt das Silber auch in Zukunftin den Vereinigten Staaten nur Teiluugsmünze, und nichtfür mehr als 20 Dollars (80 Mark) gesetzliches Zahlungs-mittel. Das ein so vielfach in Gold verkehrendes undGold produzierendes Land wie Nordamerika zur aus-schließlichen Silberwührung übergehen werde, hat noch nie-mand zu behaupten gewagt. Und wenn Länder, welche dieDoppelwährung haben und mit allen Fibern an ihr Hüngen,durch die Notwendigkeit sich gezwungen sehen, auf dieselbezu verzichten, (wie Frankreich bereits zu thuu angefangen