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hat), so muß man es erst sehen, um es zn glaube», daß einLand, welches noch ^adnla rasa vor sich hat, aus freienStücken sich in diese Verlegenheit stürzeu werde.
So viel, was die Hoffnung betrifft. Amerikas Ver-brauch an Silbermüuze hat bereits seine Schuldigkeit uachdieser Richtung gethan. Die beideu wieder aufsteigendenBewegungen der Silberskala, die wir in den letzten zweiJahren erlebt haben, sind weseutlich auf diese Mitwirkungzurückzuführen. Nach einem ersten Sturz bis 52 Pencefür die Unze sahen wir eine Reaktion bis 56, dann einenNiedergang bis 47, dann abermals Umkehr bis 54, umschließlich wieder an dem Stand zwischen 51 und 52 anzu-kommen, welcher eiue Abweichung von etwa 17 Prozentvom alten Normalfuß darstellt. Ohne jene Ursache hätteder Rückgang wahrscheinlich bereits stärkere Dimeusionenaugeuommeu.
Als unüberwiudliche Schwierigkeit soll aber der Aus-breitung der Goldherrschaft der Umstand im Wege stehen,daß für diesen Zweck nicht Gold genug aufzutreibeu wäre.Der Deutsch - Engläuder Seyd, von lauge her eiu be-geisterter Silbcrlegitimist, welcher sich übrigens durch Zu-sammenstellung belehrender Zahlen aus seiner auf demMetallmarkt gesammelten Erfahrung Verdienst erworben,hat eine Schrift verfaßt, in welcher er berechnet, was allesdie Welt dereinst an Gold brauchen werde, wenn überalldas Silbergeld abgeschafft würde. Zu den in diese Berech-nung hineingezogeueu Voraussetzungen gehört au ersterStelle die der Wiederaufnahme der Barzahlung seitens dernoch in der Papierwirtschaft steckenden Länder. Er ver-gleicht den auf Grund dieser Hypothese veranschlagten Ge-samtbedarf mit der Gesamtgewinnuug des Goldes, um dieUnzulänglichkeit der letzteren darzuthun. Ohne seine Zifferndes Näheren zu prüfen, können wir aber von vornherein