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seine Hypothese als soweit von ihrer Verwirklichung ent-fernt betrachten, daß wir auch rnhig der Zukunft überlassenkönnen, das dieser Verwirklichung entsprechende Material zubeschaffen. Österreich, Italien, Rußland und selbst die Ver-einigten Staaten , welche doch die nächsten sind, drohennicht, sich in Ungeduld nach Beseitigung des Papiergeldeszu überstürzen.
Ein anderer Trost für die, welche dessen bedürfe»,liegt in der Ergiebigkeit gerade der amerikanischen Minen,welche so stark den Druck ans den Silberpreis vermehrenhelfen. Wir haben oben bei Schilderung dieser interessantenBergwerke absichtlich eiues Phänomens nicht erwähnt,welches erst an dieser Stelle richtig gewürdigt werden kann.Die ungeheuren Schätze, welche von den amerikanischen Unternehmern aus Comstock-Lode gezogen werden, bestehennämlich entfernt nicht ausschließlich aus Silbererz. Bei-nahe die Hälfte, dem Werte nach berechnet, ist Gold, 40bis 45 Prozent der Förderung. Das wäre also schon einewesentliche Zubuße für die wachseude Nachfrage. Und nebendieser isolierten Erscheinung steht unterstützend für nus dieallgemeine, daß im großen und ganzen im Laufe derZeiten die Produktion des Goldes, verglichen zu der desSilbers, stetig im Wachsen geblieben ist, seit mindestensdreißig Jahren auch an absolutem Wert die Summe desgewonnenen Silbers namhaft übersteigt. Ist auch das Ver-hältnis nicht mehr so überwältigend zu Gnnsten des Goldes,wie in dem Anfang der fünfziger Jahre (das Jahr 1852weist 790 Millionen Mark Gold gegen 178 MillionenSilber auf), so ist es noch immer beträchtlich genug undergiebt selbst für das Jahr 1875 trotz der großen Silber-gewinnnng noch die Zahlen: Gesamtproduktion in Gold :500 Millionen Mark, an Silber 340.
Bedenkt man hierzu noch, daß Gold, eben weil es