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lichen Vervollkommnung der Technik im Punkte der zuüberwindenden Schwierigkeiten nicht zu enge Grenzen ge-zogen sind, möchte eine wohlberechtigte, wenn anch vonandern gleichfalls verneinte Frage sein. Aber es gilt hierüberhaupt nicht mit dem Verfasser über seine thatsächlichenVoraussetzungen zu rechten. Sie sollen stehen, wie er siehinstellt, und so wollen wir ihm mit Vertrauen auf derSpur weiter folgeu, die er selbst zieht. Es handelt sichdarum, die Wege zu erspähen, auf welchen im Laufe derJahrtausende das vielvermögende Erz aus den Tiefen derErde nach oben gekommen ist. Diese Arbeit verrichtete imwesentlichen die vulkanische Thätigkeit iu Ausbrüchen, welchedas Metall in Dampfform aus Rissen und Spalten empvr-trieben, in denen es als Niederschlag zurückblieb, währendallmählich der Schlot, der ihm Durchlaß gewährte, sichwieder schloß. Auch die großen gold- und silberhaltigenLagerungen von Nevada, die heute eiue so wichtige Rollein der Wührungsfrage spielen, werden zu den Erscheinungender eben geschilderten Art gerechnet.
Zeugt das vulkauische Bett, in welchem diese neva-dischen Bonanzas liegen, für solchen Ursprung, so verlangendie nicht vulkanischen Gesteine, namentlich ans Quarz undSchiefer gebildet, in denen Edelmetalle nnd besonders Goldin Massen gefunden werden, eine andere Erklärung. Zudiesen Formationen gehören als Fortsetzungen gerade dieGoldfelder oder sogenannten Seifenlager*) von Kalifornien und Australien , welche vor einem Vierteljahrhundert dieWelt noch viel mehr als heute die Comstock-Lode in Aufregunggebracht haben. Ob hier das Wasser in seiner flüssigenGestalt oder als Dampf die Förderung des schwererenStoffes nach obeu übernommen hat, bleibt ungewiß, aber
-) Das Verfahren des Auswaschens wird „Seifen" genannt.