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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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darauf kam, daß die von deutschen Reisenden in der Schweiz verausgabten Goldstücke sür die Zwecke der Genfer Gold-indnstrie aufgekauft würden, rief einer der Anwesenden aus:Ja, wie soll das mit uns enden! Die Schweizer nehmenuns unser Gold, die Engländer kaufen unser Silber, schließ-lich haben wir keiu Geld mehr!" Der Herr war offenbarder Ansicht, daß die Schweizer und die Engländer diesebeiden kostbaren Zaubermittel ohne unsere Einwilligung,uns zum Trotz abnähmen, uud das, was sie uns dafürgeben (wenn er überhaupt daran dachte, daß sie etwasdafür geben), uns aufdrängten. Noch weniger wird ihmder Gedanke beigekommen sein, daß es nur von unseremBelieben abhängt, ebenfalls Gold und Silber zu erhalten,wenn wir nur auderc Sachen dafür hergeben wollen; daßder Tausch uur das Werk derer ist, welche auf andereGüter mehr Wert legen, und zwar mit gutem Grund, alsauf das Gold, das sie dafür zahlen. Aber merkwürdiger-weise stoßen wir selbst in dem gelehrten wohldurchdachtenWerk, das uns vorliegt, auf Anwandlungen, die von deneben geschilderten des guteu Publikums nicht sehr weit ab-liegen. Der praktische Zweck, die Wiederherstellung derösterreichischen Valuta, erscheint auf dem Hintergründe dieserUntersuchung mit Silber oder vielleicht gar mit Silberund Gold erreichbar, nicht aber mit Gold allein. Verstehedas, wer wolle! Warum hat noch niemand in Deutsch-land und Osterreich , wo doch der Kaffee ein so unentbehr-liches und allgemeines Nahrungsmittel ist, befürchtet, daßman uicht imstande sein möchte, die Bevölkerung mit demnötigen Vorrat zn versehen? Kaffee kommt von jenseitsdes Meeres gerade so wie Gold nnd muß gerade so bezahltwerden. Ja, sogar wenn Osterreich eine Silberwährnngherstellen wollte, würde es, mittelbar wenigstens, dengrößten Teil ans England beziehen müssen, insbesondere