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nur denkbaren Schlupfwinkeln zurückgehalten, teils vomlebenden Eigentümer gewußt, teils mit dem Verstorbenenals Geheimnis ins Grab gesenkt. Krieg und Revolutionhaben selbst bei dem französischen Bauer die Gewohnheitdieses „Hortens" noch in Übung erhalten. In Italien sorgt die Überlieferung aus der Zeit der ewigen Fehdenfrüherer Jahrhunderte, gleich wie das noch nicht aus-gerottete Brigantentum dafür, daß viel mehr verscharrt wird,als in Frankreich. Spanien gar, das Land der Guerillas,ist das klassische Land der eingemauerten Töpfe.
Den Voraussagungen, welche mit dem Rückgang derGoldausbeute drohen, stellen sich so von selbst Erwägungengegenüber, welche dem abnehmenden Bedarf des Verkehrsselbst entnommen sind. Auf welche Art von Beobachtungen sicheine glaubwürdigere Wahrscheiulichkeitsberechnung gründenläßt, ob auf solche, die in die Schachte des unerschlossenenErdreichs einzudringen versuchen, oder auf die, welche denzu Tage liegenden Gang der wirtschaftlichen Entwicklungverfolgen, bleibe dahingestellt. Sollte die eine wie die an-dere Erwartung sich erfüllen, so wäre damit eine derHauptbedingungen gedeihlichen Verkehrs gesichert. Die aufErsparung von Barmitteln gerichtete Tendenz der Zivili-sation verlangt ausdrücklich uach einer Ausgleichung inForm verminderter Zufuhr. Wie gut, wenn doch einesolche Wendung bereits eingetreten wäre! Die Wcltgeschäftehaben beinahe von jeher darunter gelitten, daß die neuenTauschmittel nicht laugsam genug zuflössen. Mit Aus-nahme kurzer Zwischenabschnitte sind im Verlauf der großenhistorischen Entwicklungsperioden die Preise der meistenDinge fortwährend gestiegen, d. h. der Geldwert ist ge-sunken, und offenbar infolge der Vermehrung, sei es desMetallgeldes, sei es der Surrogate desselben. Sowohlunser Jahrhundert im allgemeinen als insbesondere die