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Gewiß ist Süß nach dem Grundplan seines Werkesaus dieser raschen Skizzierung nicht der geringste Vorwurfzu machen. Aber es muß gestattet sein, das Urteil vonWolfs ans Grund seiner schärferen Beleuchtung des Stoffes,von der hier nur ein Beispiel unter vielen gegeben ist,wenigstens zur Nentralisierung des entgegengesetzten anzu-rufen. Um noch Eines anzusühreu, heißt es, gerade imAnschluß an die hier wiedergegebene Beschreibung, beiWolfs: „Außer den genannten sind noch andere Lagergang-züge und auch mehrere echte, zum Teil sehr mächtige Gängevorhanden. Keines dieser Vorkommnisse ist untersucht oderin Betrieb genommen, trotzdem ihr Goldgehalt konstatiertnnd dessen Höhe oft einladend genug ist." Derartige Aus-sprüche ließen sich in großer Zahl beibringen, wenn esnicht sich von selbst verböte, hier mit allen Einzelheiteneiner geologischen Kontroverse aufwarten zu wollen. Genug,daß Wolfs, weit entfernt, die glänzenden Resultate der-ersten Periode und den seitdem eingetretenen Rückschlag zuignorieren, doch zu dem Schluß gelangt: es steht Australien eine unabsehbare Reihe von stetigen und ergiebigen Gvld-ernten nach Maßgabe der um sich greifenden Forschungenund des verbesserten Betriebs bevor. Er sagt es mit aus-drücklichen Worten: daß die Ausbeute sich dann erst wiederzur Fülle der früheren Jahre erheben werde, „wenn derAbbau der uach Tausenden zählenden Gänge und Lagergängeallgemeiner und energischer als bisher in Angriff genommenwird." Und von Neu-Seeland heißt es (denn auch auf dieInseln setzen sich die Schätze des Festlandes fort): „Trotzder relativ großen Produktion sind bisher nur wenigeGänge an derselben beteiligt, und es läßt sich aus allem,was über die neuseeländischen Lagerstätten bekannt gewordenist, für den Gangbergbau, wenn er in ausgedehnteremMaße und nach guten wirtschaftlichen Grundsätzen betrieben