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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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witd, eine glänzende Zukunft und eine die jetzige weitübersteigende Gesamtproduktion ohne jeden Optimismusvoraussehen."

Gerade für den Bezirk Viktoria, welchem die leicht zu-gänglichen Allnviallageruugen am meisten Erfolge verschaffthaben, wird die Vermutung aufgestellt, daß der Gangbaneine viel größere Zukunft habe,weil es gewöhnlich injedem Goldfelde nur wenige Gänge sind, welche jetzt schonbewirtschaftet werden; das Verhältnis der bebauten Gängezu der Gesamtzahl der Gänge dürfte in Wirklichkeitch zehnProzent kaum übersteigen. Es sind wahrscheinlich 90 Prozentvon der Gesamtzahl der Gänge noch nicht in Abbau ge-nommen und die in 2881 Quarzgängen vorhandenen Gold-mengen warten noch der Gewinnung".

Doch genug der Zitate! Sie alle beweisen freilichnicht, daß nach Jahrhunderten noch das edle Metall in un-erschöpflichen Strömen hervorquellen wird. Dies zu be-weisen möchte überhaupt schwer sein, wie günstig auchimmer das Reich der Thatsachen sich dem Augenschein dar-stelle. Mindestens ebenso schwer aber muß es fallen, denBeweis des Gegenteils zn führen. Allein warum dennuns gerade auf die problematische entfernte Zukunft ein-richten ?

Allerdings muffen die Lebenden sich auch mit Rück-sicht auf ihre Nachkommen einrichten. Denn bekannlich indem Heute steckt untrennbar schon das Morgen. Daß aberdie Pflicht, der Zukunft zu gedenken dies Wort imernsten, nicht im übertriebenen Sinne genommen einenGrund habe, sich wegen Mangels an Gold zu beunruhigen,dies würde die uational-ökonomische Auseiuaudersetzung vonSüß nicht darthun, selbst wenn sie in ihren geologischenVoraussetzungen unbestritten dastünde. Was wir vonWolfs erfahren, fügt nur noch ein Übriges hinzu, damit