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Wir uns nicht irre machen lassen. Zu diesem Zwecke allein,nicht um ihn als prinzipiellen Gegner ins Feld zu führen,ist seiner Arbeit hier gedacht worden.
Die Abhandlung von Süß ist nicht der erste Versuch,den Gang, welchen die Münzpolitik der zivilisierten Weltgenommen hat, zu stauen und nach entgegengesetzter Rich-tung hin zu treiben. Sie wird auch nicht der letzte sein.Es wäre unnatürlich, sogar unerbaulich, wenn eine somerkwürdige und großartige kulturgeschichtliche Wendung,wie die Bekehrung der Nation zum Monometallismus (ummit Cernnschi-Victor Hugo zu reden) sich unwidersprochenvollzöge. Schon die mit den älteren Einrichtungen ver-webten Interessen können nicht verfehlen, sich aus allenKräften zu widersetzen, und daneben muß liebgewordeneGewohnheit nicht minder wie doktrinäre Anhänglichkeit analten Lehren festzuhalten versuchen. Wer möchte auchwünschen, daß so gewaltige Neuerungen durchdringen,ohne daß der g.ckvo<zg>t>n8 äiaboli alle seine Gegengründeerschöpft hätte? nnd nicht blos der aävoeaws cliaboli, sondernauch der Romantiker, welcher die schönen Zeiten beklagt,da man deine Tempel noch bekränzte, Venus Amathusia?Solch ein Schlußakkord ist es, in welchen die Stimme desösterreichischen Warners ausklingt. Es ist die Pflicht deshöher entwickelten Westens, so etwa heißt es da, nicht dieMünze fallen zu lassen, deren Silberklang bis zu denäußersten Pforten der Sonne, zu den anderen Erden-brüdern spricht, oder um es mit des Autors eigenenWorten wiederzugeben:
„Auch gegen die Gefahren der Überproduktion giebtes nur ein naturgemäßes und friedliches Mittel, nnd dasist die Vermehrung der Zahl der Konsumenten. Daszivilisierende Vordringen des Levantiner-Thalers am Tsad-See und am Venus , der Rupee in den Quellgebieten der
lndwlg Baml'ergcr's Gks, Schriften, IV.