einer allgemeinen vergleichenden Geographie. 2i
Zum zweiten wird ihre natürliche Heimath oder die Regelihres geographischen Vorkommens über die ganze Erde aufge-sucht, und die weite oder cuge Sphäre ihres Naturlebeus, ihreZone, genau zu begrenzen sein.
Drittens soll die Herrschast, welche die bewegenden Kräfteder Natnr und der Mensch sich über die Naturkörper durch Ver-minderung und Vermehrung, Umänderung und Ausbreitung zuerwerben wußten, geographisch und historisch angedeutet sein.
So fügt sich bei jeder Characterform der drei Naturreichedas Einzelne zum Ganzen; es wird der früher schon bereiteteBoden mit lebenden Gestalten sich füllen, denen eben dieser, alssie selbst characterisirend, wie eine Folie unterliegt. Gleichermaßenwird, da die speciell entwickelte so wichtige Lehre der Climatevorangegangen, sich in jeder dieser Gestalten jedesmal ein ihrentsprechendes Clima zurückspiegeln, so daß nun für jeden Punctder Erde dadurch seine individualisirte Stelle zur belebten Naturerscheinen kann.
Führen diejenigen Zonen, welche die Verbreitung der unorga-nisirten Körper des Mineralreichs angeben, zu gewissen allgemeinengeologischen Phänomenen, und da wo sie von den Menschen be-nutzt werden, in die Kunstgeschichte wie in die älteste Culturge-schichte festsitzender Völkcrstämme zurück: so scheinen dagegen dieLebensgürtel, welche die Heimath der nutzbarsten Gewächse undThiere bezeichnen, über die frühere Entwickelungsgeschichte derVölkermassen einiges Licht zu verbreiten, mit denen sie zuweilenauf ihre» Zügen wanderten, wie jene von Station zu Stationsich veränderten, ihre geographische Sphäre erweiterten, und selbstwol, wenn die Völker anch vom Schauplatz der Geschichte ab-getreten waren, ohne weitere Pflege und Schutz von Menschen-,Hand, ihr neugewonnenes Naturleben für jüngcrn Völkeranflugfortsetzten.
So ergeben sich diese und andre Resultate über den innigstenZusammenhang der Völkergcschichten mit der lebenden Natur, in-dem von der einen Seite eine unabwendbare Abhängigkeit vonderselben sich zeigt, die um so fesselnder ist, je näher der Mensch