einer allgemeinen vergleichenden Geographie.
57
ausgearbeitet. Daher schon fast jeder Schriftsteller des Alterthumsdarüber Aufschlüsse giebt, und was die neue Zeit hinzugefügt hat,durch die Meisterwerke eines Büffon, v. Zimmcrmann, Blumen-bach , Cüvier, Treviranus bekannt und von ihnen schon für dieErd- und Menschenkunde als Quelle bearbeitet dasteht.
Möchten nur auch die allgemeinen Verhältnisse der in ihremgroßen Zusammenhange mit der Natur und dem Menschen minderbeachteten Thierklassen erst bestimmter an den Tag kommen undgenauer übersehen werden!
Diejenigen Resultate, welche die rastlose Thätigkeit des umdie physicalische Erdkunde so verdienten Grafen v. Hoffmannsegg aus den unzähligen Thatsachen gewonnen, die seine täglichen Beob-achtungen und Vergleichungen in der Natur, wie in seinen syste-matisch und geographisch geordneten Sammlungen darboten, wür-den allein schon für das Verhältniß der Vegetation und der Cli-mate zu den Formen und dem Leben der Thierorganisationen, derVögel- und Jnsektenwelt in ihrer geographischen Verbreitung ganzneue Aufschlüsse geben. Einige zu diesem Zwecke mitgetheilteThatsachen dürfen zum Besten der allgemeinen vergleichenden Erd-beschreibung an ihrer Stelle angeführt werden.
Indeß hat das Studium der Ueberreste einer einst lebendigen,nuu im Schooße der Erde begrabenen Vorwelt, deren Myriadenvon Individuen die alte wie die neue Zeit in Erstaunen setzen,durchl den historischen Blick eines Veteranen im Gebiete der leben-den Natur, durch Vlumenbach, zuerst seine Bedeutung und daszahllose Heer theils bekannter, halb oder gar nicht gekannter Ge-schlechter seine Anordnung erhalten. So ist durch ihn und I. Kant die Idee einer Archäologie der Erde in die Physische Erdkundeeingeführt worden, welche jetzt schon zu einer ganz neuen erstenSchöpfung zurückführt. Wenn es schon längst in Verwunderungsetzte, welche große Zahl von Gebeinen gleichartiger colossaler In-dividuen der Norden der Erde unter deu oberu Lagen seiner Erd-rinde verbarg: so wurde diese zum Erstaunen bei der Entdeckungder verschiedenartigsten Gattungen einer verschwundenen colossalenThierwelt an einem einzigen Puncte der Erde, in den Gypsbrüchen