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Allgemeine Bemerkungen
läßt, sondern nur der Gebrauch des Wortes Erzgebirge , wodurchnur der bergmännische Gewinn bezeichnet wird, komme er auseiner Ebene, aus Hügelland oder aus einem Gebirge.
4. Dcrgeognostischc,vom innern Bau des Gebirges hergenommene Begriff desselbenkann erst weiter unten genauer betrachtet werden. Indeß leuchtetso viel auch hier schon ein, daß es doch wol sehr viel auf deninnern Bau der verschiedenen Glieder ankomme, wenn man dieseals zu einem Körper, wenn auch nur seinem Aeußerlichen nach,zu einem Systeme gehörig betrachten will. Hiervon aber ist bisjetzt in der geographischen (äußerlichen) Ansicht der Erdoberflächenoch nicht die Rede gewesen. Sie darf aber, wenn sie ein wissen-schaftliches Streben hat, nicht das Aeußere in Widerspruch mit demInnern stellen.
Wenn man daher auch mit einigem Grunde z.B. die Ncp-tunischen Gebirge und die vom Cap Pcloro in Sicilien als wahreFortsetzung der Apenninen betrachtet, da sie mit den Gebirgen desgegenüber liegenden Calabriens ganz gleiche Direction, Streichenund Bestandtheile (Granit und Gneuß) haben so ist es hin-gegen ein ganz willkürliches, aus bloßer Landkartenansicht undnicht Naturansicht hervorgcgangenes Verfahren, z. B. auch die Ge-birge von Corsika und Sardinien als Fortsetzung der genuesischenzu betrachten. Daß das granitische Cap Corte auf Corsika abereine Fortsetzung des genuesischen, weit vorspringenden, aber ausschwarzein Uebergangskalkstein gebildeten Cap delle Malle sei, klingteben so sonderbar, sagt ein großer Gebirgsbeobachter als wenndas Gebirge der Voghesen eine Fortsetzung der Jurakette sein sollte,was doch ebenfalls in den Geographien ein leichtes ist.
Dagegen wiederum zu trennen, was schon durch die ganzeMasse als Ein Ganzes zusammengehört, wie z. B. Hoch-Asien,Hoch-Afrika u. a. m., wäre von der andern orographischen Seite
') ?err->r-l, «toria xener!»1s ?-tna. Latsnia, 1793. 8. p. und .
Dolomieu, Vo?. pittoreske ü°e Aavlss. IV. p. 3W. ") L. V.Buch, über den Gabbro, im Berlinischen Magazin für N. 1810. S. 14S.