räumlicher Verhältnisse bei graphischen Darstellungen u. s. w. jZ5
einander von Meeres- und Länderflächen abhängig sind, oder desContrastes von dem, was man Stamm und Gliederung der Erd-tl)eile nennen kann, ergiebt sich von selbst. In Hinsicht der Tem-peraturverhältnisse und der Windsysteme, insofern sie abhängigsind von Ländergestaltung und Länderstellung, wird auch diesergeometrischen Figur der Name des climatischen Triangels von Eu-ropa mit Recht angehören, wie ausländische Schriftsteller (Iii-mglselimaliWS, b. Klgltö örun, IZurops p. 48) ihn kürzlich mit Rechtgenannt haben, und so werden viele andere Verhältnisse eingrei-fend genannt werden müssen in die jedesmal den Erdräumen l^aufdie sie sich beziehen) congruenten geometrischen Figuren. Wielehrreich würde es sein, dadurch mit leichter Mühe und doch hin-reichender Bestimmtheit zu gegenseitigen Vcrglcichungen jedesmaleinen sehr einfachen und doch allgemein verständlichen Ausdruckzu besitzen, um die jedesmalige verschiedene Verbreitungssphäre derPflanzen- und Thiergattungen, wie der Völkerstämme, und andereBeschaffenheiten damit kurz zu bezeichnen! Ihre Anwendung aufqualitative Verhältnisse der Erdräume kann nur nach sehr sorg-fältig vorhergegangener Specialkenntniß der Natnrbeschaffenheitderselben stattfinden; aber dann drängt sie sich auch von selbst auf,wie bei dem, in jeder Hinsicht so lehrreichen und auch für diegroßartigste Veranschaulichung gedachter Verhältnisse so meisterhaf-ten Abriß einer geognostischen Darstellung vom südlichen Amerika ,welcher in dem fünften Theil von Aler. v. Humboldts Reise indie Acquinoctialgegenden des Neuen Continents, die geographischeWissenschaft überhaupt so ungemcin bereichert hat. Aus derGruppirung der geometrischen Figuren nach quantitativen undqualitativen Verhältnissen, mit ihren Unterordnungen aller Art,würde sich der kürzeste Ausdruck für die Characteristik der Erd-theile, Länder, einzelner Gebiete, Provinzen, Districte ergeben;kurz eine Systematik, als Stellvertreterin allgemeiner und unsiche-rer Beschreibungen, die durch ihre beständigen Wiederholungengleichartiger Grundlagen die geographische Wissenschaft zu einerwidrigen Weitläufigkeit und Langweiligkeit anschwellen, welche derUeberschaulichkeit im höchsten Grade nachtheilig gewesen ist. Ohne