214 Ueber räumliche Anordnungen auf der Außenseite des Erdballs
ersüllungen der Erdoberfläche, wobei noch das Oscillatorische die-ser Verhältnisse im Gegensatz des Stationären hinzutritt, mehrder Fall sein muß, daher wir uns hier auch für das folgendeSprachverständniß in geographischen Dingen der Ausdrücke vongeometrischen Figuren, Rhomboedern, Triangeln, Ovalen u. dergl.in gleichem annäherndem ^ Sinne wol bedienen dürfen, ohne da-durch Veranlassung zu Begriffsverwirrungen zu geben.
Eine andere Anordnung der äußern planetaren Oberflächeals die, welche das ncptuuische Uebcrgewicht jenes Wasserreisesbedingt, gewinnt dieselbe durch das Uebergewicht eines vorherr-schend fortwährend wirksamen Feuerkreises, nämlich durch dasvulkanische Uebergewicht auf der einen Seite des Erdballs, vondem die andere größere Seite desselben, wenn auch nicht ganz,doch größtentheils befreit bleibt, und wenn auch bei ihren jetztfriedlich stillern Hebungen, voll von Spuren solcher frühern analo-gen Thätigkeiten, doch nur einzelne, sporadisch zerstreute Gruppenderselben auch heute, aber nur in periodisch unterbrochner Wirk-samkeit, sich zeigen.
Dieser Feuerkreis ununterbrochen thätiger Vulkanreihen ist voneinem der ersten Geognosten unsers Jahrhunderts um das großeBecken des so mächtigen Ost-Oceans oder der stillen Südseenachgewiesen, wo dieser nur zum Theil mit dem so eben genann-ten größten Kreise des Gestadegürtels zusammenfällt. Mit einemTheile desselben an den westamerikanischen und den nordostasiati-schen Gestade-Curven deckt er sich; in einem andern Theile, demsüdostasiatischen, zieht er in verschiedenen Parallelen an ihm aufden Reihen der Gestadeinscln vorüber, bis er endlich ganz vonjenen divergircnd gegen S.O. in die Mitte der Südsee zurück-weicht. Hierdurch wird er zu einem, nicht dem größten Kreisewie jener, sondern nur einem kleinern Kreise des Erdenrundes an-gehörenden Kranze, der nur zum Theil mit dem Gestadegürtelsich deckt, aber in seiner Mitte, im Schooße des Ostoceans, dieTausende von isolirten, emporgehobenen, kleinern basaltischen Jn-selchen und Inselgruppen herbergt, die alle gleichartig nach Pluto-nischen Gebirgsarten und Gebirgsformen, aber längst abgeschwächt