und ihre Functionen im Entwicklungsgange der Geschichten. 2i3
theilweise geognostische Kenntniß der Bestandtheile und Construk-tion der Continentc noch keinen hinreichenden Grund, über diejetzige so ungleiche Vertheilung der Lände» und Wasserflächen aufder ganzen Außenseite der Erdrinde ein Urtheil zu fällen, gestat-ten mag.
Eine vorherrschend tellurische und maritime Seite des Erd-balls in ihrer diagonalen Ausdehnung über alle Längen- undBreiten-Zonen mußte auch dieselben Gegensätze in Atmosphäre,Vegetation, Thierwelt, als überall verschiedenartige Modifikationbedingen; ja das Leben und Weben der Menschen und Völkermußte in beiderseitig ganz verschiedenartigen Formen auftreten, insofern der Mensch abhängig sein sollte von seinem Wohnorte unddessen Natur. Die Erscheinungen in den Menschen- und Völker-Geschichten mußten in beiden ganz verschiedenartige sein, und dieKulturgeschichten einen ganz entgegengesetzten Gang der Entwick-lung nehmen. Die Landwelt mußte sich im Gedränge der Popu-lationen und der übergreifenden Reibungen wie des dadurch be-dingten Austausches zuerst kultiviren, die Wasserwelt mußte einenHaufen roher bleibender Völkcrgruppen beherbergen, bis die Schiff-fahrt entdeckt und zur Weltschifffahrt vervollkommnet war, wodurchauch für sie aus einem stationären Zustande der Tag einer pro-gressiven Entwicklung herannahen sollte. Die Völkerschaften, welcheden großen Gestadegürtel auf der Grenzzone zweier Gegensätzedes Erdballs bewohnten, wurden dagegen durch weit mannichfal-tigere Naturimpulse auch schon in ihren elementaren Entwicklun-gen begünstigt, wie die erythräischen Acthiopicr, selbst noch dieAcgyptcr, Araber, die Inder, Chinesen und West-Amerikaner, wiesich dies anch in den Azteken-Ruinen Californien's , Merico's undPeru's im Gegensatz der Rückseiten aller dieser Völker kund giebt.
Indem wir in dem Bisherigen von Mittelpunkten, größtenKreisen, Gürteln, Zonen, Erdhalben, Hemisphären, pyramidalenGliederungen u. s. w. sprechen mußten, ist es nicht unbeachtet zulassen, daß, da in der Physik schon alle diese mathematischen Be-griffe von Hälften, Punkten, geraden Linien, Parallelen bloßeAnalogien bezeichnen können, dies bei ihrer Anwendung auf Raum-