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Geld und Gold : ökonomische Theorie des Geldes / von Robert Liefmann
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danach der Staat ein sehr einfaches Mittel in der Hand hätte,um der allgemeinen Teuerung zu begegnen. Er braucht dann nurdurch Zölle oder andere Abgaben eine bestimmte Gruppe vonGütern zu verteuern, und sogleich werden alle nicht betroffenenGüter dem Gleichgewicht zwischen Geldniveau und Geldumlaufzuliebe im Preise sinken.

Äber dieindirekten Einflüsse auf die Kaufkraft", die im5. bis 7. Kapitel erörtert werden, sagt Fisher folgendes: Handels-umfang, Quantitäten des Geldes und der Depositen und ihre Am-laufsgeschwindigkeitensind die alleinigen Einwirkungen, welchedas Preisniveau direkt treffen können. Alle anderen Einflüsseauf die Preise müssen sich durch diese sünf geltend machen". Dieäußeren Einwirkungen, die den Llmfang des Handels und durchihn das Preisniveau berühren, sind:

1. Verhältnisse, welche die Produzenten berühren.

a) Geographische Unterschiede in natürlichen Hilfsquellen,

b) die Arbeitsteilung,

c) die Kenntnis der Produktionstechnik,6) die Akkumulation des Kapitals.

2. Verhältnisse, welche die Konsumenten berühren.

a) Die Ausdehnung und Verschiedenheit der Bedürfnissedes Menschen."

Darüber sagt Fisher nur (S. 62):Die zu einer Erhöhungdes Handels führende Zunahme der Bedürfnisse trägt zu einerErniedrigung des Preisniveaus bei. Die Geschichte lehrt, daßin neuerer Zeit durch Erfindungen, Erziehung usw. eine großeVermehrung und Vervielfältigung der Bedürfnisse des Menschenund daher eine Zunahme des Handels herbeigeführt worden ist.Infolgedessen ist aus dieser Arsache eine Tendenz zum Sinkender Preise herzuleiten." Das ist allesI

Fisher sährt dann fort:

3. Verhältnisse, die Produzenten und Konsumenten ver-knüpfen.

a) Verkehrsmittel,

b) relative Handelsfreiheit,

c) Charakter des Geld- und Banksystems,ä) Geschäftsvertrauen."

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