wiegen. Aus ihnen aber und ohne die Beschränkung auf materielleGüter und die Betrachtung ihrer Quantitätsverhältnisse sind dietauschwirtschaftlichen Vorgänge zu erklären.
Wir leugnen daher durchaus und glauben, in der hier ge-forderten Kürze den Nachweis ihrer Unrichtigkeit geliefert zuhaben, zwei von den drei „Behauptungen " Fishers (S. 128):„die Verkehrsgleichung" und „daß die Amlaufsgeschwindigkeitenoder die Äandelsmenge unter normalen Verhältnissen durch einZunehmen der Geldmenge nicht beeinflußt werden". And wennFisher weiter sagt: „Es ist deshalb so viel Sorgfalt darauf ver-wendet worden, diese Theorien aufzustellen . . ., weil es nichtsGeringeres als einen Skandal in der volkswirtschaftlichen Wissen-schaft bedeutet, wenn über einen so grundlegenden Satz Anlaßzum Streite bestehen sollte," so können wir, wie schon betont,diese Sorgfalt nicht im mindesten anerkennen.
Wir können auch nur aufs schärfste dem Satz entgegentreten(S. 128): „Die Quantitätstheorie beruht auf Wahrheit ... indem Sinne, daß eine der normalen Wirkungen einer Quantitäts-vermehrung des Geldes eine genau proportionale (!) Erhöhungdes allgemeinen Preisniveaus ist." Wie Fisher, wenn er eswirklich mit der „Sorgfalt" bei seiner Arbeit ernst meinte, nichtnur im nebensächlichen Detail, sondern auch bei seinen Voraus-setzungen zu einem solchen Ergebnis gelangen, und wie er diewirklichen Arsachen der Preisveränderungen so völlig und geradezuabsichtlich von seinen Untersuchungen ausschließen konnte, ist unsunerfindlich. And ebenso ist es uns unverständlich, wie der Ver-fasser mit nur ein wenig unvoreingenommener Beobachtung derTatsachen zu dem Schlußergebnis gelangen konnte, das er (S. 255)so ausspricht: „Wir können also mit großer Zuverlässigkeit schließen,daß in der Hauptsache die Zunahme in den Goldbeständen derWelt für das Steigen der Weltmarktpreise verantwortlich zumachen ist." Es sind in der Nationalökonomie schon die unglaub-lichsten Theorien behauptet und wissenschaftlich zu beweisen ver-sucht worden. Aber wohl noch nie hat man auf Grund falschertheoretischer Voraussetzungen einer Behauptung, man könnte auchsagen, einer vorgefaßten fixen Idee durch ein großes statistischesMaterial den Anschein eines wissenschaftlich exakt geführten Be-weises zu geben sich bemüht und sich dabei so weit wie hier vonden Tatsachen und der Beobachtung des wirtschaftlichen Lebens
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