schriftlich niedergelegt haben. Sie hätten sich doch damit vielleichteinen wissenschaftlichen Namen machen können!
Wenn ich sage, daß die Einkommen die Güter kaufen, sodenke ich dabei an die Geldreinerträge der Erwerbswirtschaften,welche den Konsumwirtschasten als Einkommen zufließen, undan die Genußgüter, die sie damit kaufen. Kostengüterwerden ja auch von den Erwerbswirtschaften gekauft ausdemjenigen Teil ihres Vermögens, das man Geldkapitalnennt. Aber diese Summen sind, wie schon bemerkt, noch vielweniger Geld, reale Zahlungsmittel, als die Ausgaben derKonsumwirtschaften. And nicht solche Kosten der Erwerbswirt-schaften, sondern ein Minimum an Einkommen, an Konsum-tionsfonds, das mit den früheren Preisen aller wichtigenGenußgüter in Zusammenhang steht und den Konsumwirt-schasten eine dem Kulturzustand entsprechende Lebenshaltungermöglichen muß, ist, wie wir wissen, Bestimmungsgrund, dergegebene Faktor der Preisbildung (der tauschwirtschaftliche Grenz-ertrag).
Die meisten Einkommen also, und vor allem die größeren,sind kein Geld, sondern rein rechnungsmäßige Größen, Verfü-gungsrechte über die verschiedenartigsten Forderungen und Gut-haben. Aber selbst bei dem Arbeiter, der jeden Tag seine 3 M.Tagelohn erhält, sind etwa diese 3 M. die Grundlage für seineBedarfsbefriedigung? Nein, er rechnet nicht mit den 3 M.,sondern er rechnet mit seinem gesamten jährlichen oderdoch mindestens monatlichen Einkommen. Er weiß, daßer sich auf Grund seines ganzen Jahreseinkommens und unterZugrundelegung aller seiner sonstigen Bedürfnisse jährlich einmaleinen Anzug für 60-70 M., ein Paar Stiefel für 20 M. u. dgl.kaufen kann, und rechnet mit diesen Ausgaben unter anderem z. B.für seine Wohnung das ganze Jahr hindurch, d. h. er rechnetnicht mit Geld, mit seinem täglichen Lohn, sondern mit seinemgesamten Einkommen. Kein Mensch denkt bei seiner Kosten-kalkulation daran, ob und in welchen Geldstücken sein Einkommenverkörpert ist und wie er gerade die Geldsumme verwendet, dieer in der Tasche hat. Preise sind für jeden nicht Geldstücke,sondern Ausdrücke in einer abstrakten Nechnungseinheit undwerden von jedem entsprechend seinem Einkommen als Kostenverschieden geschätzt. Lange bevor es zu individuellen Tausch-83