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Geld und Gold : ökonomische Theorie des Geldes / von Robert Liefmann
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Geldes, kommt der Verfasser nach mancherlei Äin und Äer zu demErgebnis, daßauch die Steuerfundation die Möglichkeit, dasGeld zu Zahlungen an den Staat zu verwenden nicht aus-reicht, um die Vorstellung des befriedigenden Endes zu garan-tieren",daß Geld nach menschlicher Berechnung der relativsicherste Besitz ist" (S. 70), daß aberletzter Zweck jeder mensch-lichen Wirtschaft die Befriedigung der materiellen Bedürfnissedurch Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen ist" undeineTheorie des Geldes uns zwingt, auf diesen letzten Zweck derWirtschaft uns zu besinnen, mag auch noch so oft das Geld bloß alsAmlaufsmittel erscheinen" (S. 79).Nehmen wir" heißt esS. 80einmal an, ein bestehender Staat solle aufhören, inder alten Form zu existieren; oder einen anderen Fall: der Geld-besitzer verlasse für immer das Gebiet seines Staates. Wir fragennun: Wie wird man unsere heutigen Zahlungsmittel einordnenmüssen nach dem Grade, in dem in solchen Fällen die Befriedigungdes Geldinhabers gesichert oder gefährdet erscheint?" Verfasserkommt zu folgender Reihenfolge:

Wechsel und Schecks,

Papiergeld,

Anterwertiges Metallgeld,Vollwertiges Metallgeld,Sachgüter.

Auch ein girales System" sagt er S. 83setzt doch immerEinlage von irgendwelchem Stoffwert als Grundlage für denBeginn und als Möglichkeit des Ausgleichs am Ende voraus.Darüber wird man nie hinwegkommen, und da liegt die logischeGrenze für die Möglichkeit eines stoffwertlosen Zahlungswesens:Anfang und Ende verlangen stoffwertvolle Befriedigung."DieForderung der elementaren wirtschaftlichen Logik nach der Siche-rung endlicher Befriedigung sollte bei der Diskussion einer Wäh-rungsfrage niemals ganz außer acht gelassen werden" (S. 84).Weiterhin wird gesagt (S. 102):Ein Papiergeld, das sich nichtentwerten soll, kann im letzten Grunde nur fundiert sein auf denGlauben des Publikums an die Macht des Staates zu endlicherBefriedigung."

Äber diese Frage sei in Kürze folgendes gesagt:Das ganze Problem derendlichen Befriedigung" beim Geldescheint mir eine reineDoktorfrage", die von den Tatsachen des106