Geldes, kommt der Verfasser nach mancherlei Äin und Äer zu demErgebnis, daß „auch die Steuerfundation — die Möglichkeit, dasGeld zu Zahlungen an den Staat zu verwenden — nicht aus-reicht, um die Vorstellung des befriedigenden Endes zu garan-tieren", „daß Geld nach menschlicher Berechnung der relativsicherste Besitz ist" (S. 70), daß aber „letzter Zweck jeder mensch-lichen Wirtschaft die Befriedigung der materiellen Bedürfnissedurch Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen ist" und „eineTheorie des Geldes uns zwingt, auf diesen letzten Zweck derWirtschaft uns zu besinnen, mag auch noch so oft das Geld bloß alsAmlaufsmittel erscheinen" (S. 79). „Nehmen wir" — heißt esS. 80 — „einmal an, ein bestehender Staat solle aufhören, inder alten Form zu existieren; oder einen anderen Fall: der Geld-besitzer verlasse für immer das Gebiet seines Staates. Wir fragennun: Wie wird man unsere heutigen Zahlungsmittel einordnenmüssen nach dem Grade, in dem in solchen Fällen die Befriedigungdes Geldinhabers gesichert oder gefährdet erscheint?" Verfasserkommt zu folgender Reihenfolge:
Wechsel und Schecks,
Papiergeld,
Anterwertiges Metallgeld,Vollwertiges Metallgeld,Sachgüter.
„Auch ein girales System" — sagt er S. 83 — „setzt doch immerEinlage von irgendwelchem Stoffwert als Grundlage für denBeginn und als Möglichkeit des Ausgleichs am Ende voraus.Darüber wird man nie hinwegkommen, und da liegt die logischeGrenze für die Möglichkeit eines stoffwertlosen Zahlungswesens:Anfang und Ende verlangen stoffwertvolle Befriedigung." „DieForderung der elementaren wirtschaftlichen Logik nach der Siche-rung endlicher Befriedigung sollte bei der Diskussion einer Wäh-rungsfrage niemals ganz außer acht gelassen werden" (S. 84).Weiterhin wird gesagt (S. 102): „Ein Papiergeld, das sich nichtentwerten soll, kann im letzten Grunde nur fundiert sein auf denGlauben des Publikums an die Macht des Staates zu endlicherBefriedigung."
Äber diese Frage sei in Kürze folgendes gesagt:Das ganze Problem der „endlichen Befriedigung" beim Geldescheint mir eine reine „Doktorfrage", die von den Tatsachen des106